Besu­cher­sonn­tag im Umwelt­zen­trum Fran­zig­mark war vol­ler Erfolg

Im Umwelt­zen­trum Fran­zig­mark, fand am 5. März der dritte Besu­cher­sonn­tag des Jah­res 2017 statt. Der BUND-Regio­nal­ver­band Halle-Saa­le­kreis hatte zum Obst­baum­schnitt-Semi­nar, mit den Exper­ten der Mar­tin-Luther-Uni­ver­si­tät Dr. Mathias Hinz und den Land­schafts­ge­stal­ter Max Bau­mann, ein­ge­la­den.

In zwei Arbeits­grup­pen wurde das Thema Obst­baum­schnitt den Teilnehmer*innen sowohl in der Theo­rie, als auch in der Pra­xis näher gebracht. Das Semi­nar ver­mit­telte Wis­sen zur rich­ti­gen Gestal­tung von Obst­bäu­men, ob in land­wirt­schaft­li­cher Tätig­keit oder im eige­nen Gar­ten. Wie muss man die Krone des Obst­bau­mes im Früh­jahr bear­bei­ten, damit spä­ter eine gute Ernte erzielt wer­den kann? Wie ent­fernt man rich­tig Alt- und Neu­wuchs für einen trieb­för­dern­den Schnitt und wel­che Triebe müs­sen durch For­mie­ren und Regu­lie­ren für eine opti­male Ernte gehemmt oder geför­dert wer­den? Der Agrar- und Ernäh­rungs­wis­sen­schaft­ler Dr. Mat­thias Hinz ver­mit­telte Zusam­men­hänge zwi­schen Schnitt und Wachs­tum und die Gesetz­mä­ßig­kei­ten der Schnitt­wir­kung.

Nach der Theo­rie folgte die Pra­xis vor Ort

Nach dem theo­re­ti­schen Semi­nar­teil konn­ten die Teilnehmer*innen im prak­ti­schen Teil selbst Hand anle­gen. Mit den bereit­ge­stell­ten Werk­zeu­gen konn­ten sie unter Anlei­tung von Herrn Dr. Hinz und Herrn Bau­mann das Gelernte, an den Bäu­men der Streu­obst­wiese des Umwelt­zen­trums, anwen­den. Dabei sorgte Herr Dr. Hinz zusätz­lich auf humor­vol­ler Ebene für ein locke­res und ange­neh­mes Klima. Das son­nige Wet­ter schaffte opti­male Bedin­gun­gen für die Arbeit an den Obst­bäu­men.

Herr Dr. Hinz arbei­tet bereits seit mehr als zehn Jah­ren mit dem BUND zusam­men und teilt sein Wis­sen zum Obst­an­bau auf Markt- und Selbst­ver­sor­ge­r­e­bene. Auch ihm sagte das Semi­nar unse­res Umwelt­zen­trums Fran­zig­mark sehr zu, da mit den frei­wil­li­gen und sehr inter­es­sier­ten Teilnehmer*innen eine pro­duk­tive Arbeits­at­mo­sphäre ent­stand. Daher dür­fen wir uns auch in Zukunft auf wei­tere span­nende Semi­nare mit Herrn Dr. Hinz freuen. The­ma­ti­sch wurde das Holz in sei­ner Bear­bei­tung auf hand­werk­li­cher Ebene, durch das Schnitz­an­ge­bot der Holz­bild­haue­rin Daniela Schö­ne­mann für die jün­ge­ren Teilnehmer*innen zum krea­ti­ven Erleb­nis.

Regio-Buf­fet am Öko­kiosk

Dar­über hin­aus durf­ten sich die Besu­cher am Öko­kiosk mit Spei­sen aus regio­na­ler, öko­lo­gi­scher Pro­duk­tion von Grill und Herd stär­ken, im und am Stall Tiere strei­cheln und das Gelände der Fran­zig­mark erkun­den. Beson­ders das Tro­pen­haus erfreute sich beson­de­rer Beliebt­heit und war stets beseelt. Ins­ge­samt 200 Besu­cher konnte die Fran­zig­mark an die­sem Sonn­tag zäh­len – ein schö­ner und erfolg­rei­cher Start also in den Früh­ling mit vie­len nütz­li­chen Infor­ma­tio­nen zu Natur und Umwelt.

> Home­page des Umwelt­zen­trums

Obst­baum­schnitt – Ein kur­zer Ein­blick zu den wich­tigs­ten Grund­la­gen:

Ein star­ker Schnitt eines Neu­wuch­ses redu­ziert die spä­tere Anzahl der Triebe, dafür aber die durch­schnitt­li­che Trieblänge und för­dert somit das all­ge­meine Holz­wachs­tum. Dadurch wird die Krone dich­ter und die Ernte ver­zö­gert. Ein schwa­cher Schnitt dage­gen erhöht die Anzahl der Triebe und so die der Frucht­an­sätze. Die jewei­li­gen Schnitte müs­sen, für eine gute Ernte, an der rich­ti­gen Stelle aus­ge­führt wer­den.

 

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