Arbeit am Dokfilm BEYOND THE FRAME

BEYOND THE FRAME – ZWISCHEN BERLIN UND ALEPPO: Auf den Spu­ren des Krie­ges

Zwei Stu­den­ten der Medi­en­wis­sen­schaf­ten aus Halle – Omar Shalash und Robert Dobe – sind dabei, einen Doku­men­tar­film über Tamer Ala­wam zu dre­hen, einen Fil­me­ma­cher und Jour­na­lis­ten aus Syrien, der in Deutsch­land im Exil lebte. 

Als der Bür­ger­krieg in Syrien begann, reiste er immer wie­der in seine Hei­mat und lie­ferte Bil­der vom Krieg und vom All­tag im Krieg an große Fern­seh­sen­der wie die BBC oder das ZDF, Bil­der, die wir hof­fent­lich nicht Chips kau­end oder Bier trin­kend ange­schaut haben. Er arbei­tete gleich­zei­tig an sei­nem eige­nen Pro­jekt, einem Film, der „Syria Inside“ hei­ßen sollte. Die­ser Film wurde nie fer­tig. Tamer Ala­wam starb 2012 bei einem Gra­na­ten­an­griff. Übrig blieb sein Film­ma­te­rial.

Ein Film­pro­jekt gegen die eigene Ohn­macht

Drei Jahre spä­ter. Der Bür­ger­krieg in Syrien dau­ert an, Flücht­linge strö­men nach Europa, der sog. Isla­mi­sche Staat gewinnt an Macht und Boden, junge Män­ner aus Europa zie­hen in das Land, um sich den Extre­mis­ten anzu­schlie­ßen und die Bil­der aus Syrien glei­chen denen von vor drei Jah­ren. Gibt es irgend etwas, das wir tun kön­nen?

Omar Shalash und Robert Dobe begeg­nen ihrer Ohn­macht mit ihrem Film­pro­jekt BEYOND THE FRAME – ZWISCHEN BERLIN UND ALEPPO. Sie fol­gen Tamer Ala­wam medial in den Krieg, fol­gen ihm, um sich, um ihre Ohn­macht zu reflek­tie­ren, um etwas ZU TUN, um das unge­heu­er­li­che Gesche­hen, an des­sen Exis­tenz wir uns gewöhnt haben, bewusst zu hal­ten, zu befra­gen in sei­ner Bedeu­tung für Ala­wam, für sich und für uns.

„Ich will nicht sei­nen Film dre­hen“, sagt Omar Shalash, „aber ich will wis­sen, was ihn ange­trie­ben hat, was ihn moti­viert hat, was ihn bewegt hat und wofür er über­haupt gestor­ben ist.“

Omar Shalash, Regisseur von BEYOND THE FRAME

Omar Shalash, Regis­seur von BEYOND THE FRAME

Hier kann man sich den Trai­ler zum Film anschauen: Trai­ler BEYOND THE FRAME

Tamer in Halle

Es gibt noch eine wei­tere Bezie­hung zu Halle: Tamer Ala­wam hat einige Zeit hier gelebt und zu Beginn des Kon­flikts Video-Pro­test-Bot­schaf­ten vom Hal­len­ser-Markt­platz an die syri­schen Macht­ha­ber geschickt (https://www.youtube.com/watch?v=IXugeGRe4sk) und er hat hier das Thea­ter­stück „Ein Glas Fisch“ insze­niert“ (http://actionsyria.org/ein-glas-fisch/).

Unter­stüt­zung ist nötig

Der­zeit befin­det sich das Pro­jekt in der Ent­wick­lungs­phase. Die Auto­ren arbei­ten am Dreh­buch, geschrie­ben wird es von Frie­de­mann Ebelt, der in Halle Eth­no­lo­gie stu­diert hat. Ver­ein­zelt wird auch schon gedreht. Pro­du­ziert wird der Film von Ravir Film aus Dres­den, 2016 soll er fer­tig wer­den. Um das Pro­jekt zu finan­zie­ren, haben die Fil­me­ma­cher ein Crowd-Fun­ding gestar­tet. Sie beschrei­ben ihr Pro­jekt klar und leben­dig und sie tei­len auch mit, wofür sie das Geld genau brau­chen. Bis­her hat das Team alles aus eige­ner Tasche finan­ziert …

Crowd Fun­ding für BEYOND THE FRAME

 

Mari­anne Heu­ken­kamp

 

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