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Buch­tipps zum Jah­res­wech­sel

Ein Weih­nachts­fest ist für viele Men­schen erst dann kom­plett, wenn  echte Bücher aus Papier unterm Tan­nen­grün lie­gen. Einige Redak­ti­ons­mit­glie­der der „Hal­le­schen Stö­rung“ haben ein paar Buch­tipps für Schen­kende parat. Wer den ange­ge­be­nen Bestell-Links folgt, kann nicht nur ver­sand­kos­ten­frei die Bücher gelie­fert bekom­men, son­dern spen­det gleich­zei­tig auch noch einen Teil des Kauf­prei­ses für soziale und öko­lo­gi­sche Pro­jekte.

 

Licht aus dem Osten. Eine neue Geschichte der Welt. von Peter Fran­ko­pan: (Rowohlt)

licht(Aus­zug Klap­pen­text:) Peter Fran­ko­pan lehrt uns, die Geschichte neu zu sehen – indem er nicht Europa, son­dern den Nahen und Mitt­le­ren Osten zum Aus­gangs­punkt macht. Hier ent­stan­den die ers­ten Hoch­kul­tu­ren und alle drei mono­the­is­ti­schen Welt­re­li­gio­nen; ein Reich­tum an Gütern, Kul­tur und Wis­sen, der das Alte Europa seit jeher sehn­süch­tig nach Osten bli­cken ließ.
Peter Fran­ko­pan schlägt einen wei­ten Bogen, und das nicht nur zeit­lich: Er rückt zwei Wel­ten zusam­men, Ori­ent und Okzi­dent, die his­to­ri­sch viel enger mit­ein­an­der ver­bun­den sind, als wir glau­ben. Ein so fun­dier­tes wie packend erzähl­tes Geschichts­werk, das wahr­haft die Augen öff­net.        ( Frank-Uwe Neis )

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Krieg – Stell Dir vor, er wäre hier. von Janne Tel­ler
(Carl Han­ser Ver­lag)

kriegWir fei­ern Weih­nach­ten. Am Anfang der Weih­nachts­ge­schichte aber steht die Flucht von Maria und Josef nach Ägyp­ten. Eine Geschichte von Leid, Elend und Mit­ge­fühl.

Wenn bei uns Krieg wäre, wohin wür­dest du gehen? Diese Frage stellt die däni­sche Auto­rin zu Anfang ihres Essays: Krieg – Stell Dir vor, er wäre hier. In ihrem Nach­wort von 2010 sagt sie: „Ich hoffe, dass die­ser Text unpo­li­ti­sch gele­sen wird, als eine Ein­la­dung an das Vor­stel­lungs­ver­mö­gen. Eine Ein­la­dung, das Leben der ande­ren nach­zu­voll­zie­hen, ein Schick­sal, das hof­fent­lich nie unser eige­nes sein wird. Dafür sind wir alle ver­ant­wort­lich.“

Das an einen Pass erin­nernde rote Büch­lein ist mit anrüh­ren­den Illus­tra­tio­nen von Helle Vibeke Jen­sen gestal­tet und rich­tet sich an auch an jugend­li­che Lese­rin­nen.      Sol­veig Feld­meier

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The Art of Asking von Amanda Pal­mer

artofaskingDie Ex-Dres­den-Dolls-Sän­ge­rin schreibt über die Kunst, um Hilfe zu bit­ten. Und darin ist sie Profi, war Stra­ßen­mu­si­ke­rin und hat spä­ter per Crowd­fun­ding 1,2 Mil­lio­nen $ für eine CD-Pro­duk­tion ein­ge­trie­ben.                                Diet­mar Sie­vers

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Es soll auch noch Men­schen geben, die in Buch­hand­lun­gen ein­keh­ren, statt im Netz zu bestel­len. Und glück­li­cher­weise gibt es auch noch Läden, wo die Buch­händ­ler ihre Kun­den ken­nen und ihnen Bücher emp­feh­len. Zum Bei­spiel die­ses hier:

City on Fire von Garth Risk Hall­berg (S.Fischer)

cityDer ulti­ma­tive New York Roman! Die Hand­lung erstreckt sich von Neu­jahr 1977 bis zum Tag des gro­ßen Strom­aus­falls, dem 13.Juli 1977. Zwei schwer­rei­che Erben, zwei Punk-Kids, ein ange­hen­der Schrift­stel­ler, ein beses­se­ner Maga­zin-Repor­ter und ein idea­lis­ti­scher Poli­zist wer­den durch Zufall zusam­men­ge­führt. Geschickt wer­den die bio­gra­fi­schen Hin­ter­gründe der Prot­ago­nis­ten auf­ge­rollt und mit­ein­an­der ver­wo­ben. Oben­drein gibt es Lyrik­sei­ten, poli­ti­sche Essays, hand­schrift­li­che Briefe, Songs, Comics, Graf­fiti – Pop-Art und Punk. So ent­steht ein fes­seln­des leben­di­ges Gesamt­kunst­werk, in dem wir, die Kids der 70i­ger, uns wie­der­er­ken­nen kön­nen.

Dank der Emp­feh­lung von Rai­mund Mül­ler aus der Buch­hand­lung Jacobi und Mül­ler, Am Harz 2, hatte ich so viel Lese­ver­gnü­gen wie seit lan­gem nicht.  Richard Schmid

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Ein Lite­ra­tur-Vor­schlag von mir, der mich in den letz­ten Tagen sehr beschäf­tigt und beim Lesen umge­hauen hat:

Samar Yaz­bek. Schrei nach Frei­heit.
Aus dem inne­ren der syri­schen Revo­lu­tion. (Han­ser)

schreiSie ist eine syri­sche Publi­zis­tin, die ihre Erfah­run­gen in Syrien 2011 beschreibt bevor sie mit ihrer Toch­ter in Exil nach Frank­reich ging.
(https://www.buch7.de/store/product_details/1018860262) Sie beschreibt die Wir­run­gen der Geheim­dienste und Sicher­heits­kräfte des Regimes, die am eige­nen Leib erfah­rene Repres­sion und den Kampf als Ala­witin und Sys­tem­geg­ne­rin, die von ihrer eige­nen Fami­lie und ihrer Reli­gi­ons­ge­mein­schaft als ‚Ver­rä­te­rin‘ denun­ziert wurde, weil sie die Will­kür des Assad­re­gimes anklagt. Wirk­lich auf­schluss­reich, wie ich fand.         Jenny Weber

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Nuss­schale von Ian Mc Ewan: Nuss­schale (Dio­ge­nes)

nussschaleNatür­lich ist es kein Zufall, dass der eng­li­sche Autor sei­nem hoch­dra­ma­ti­schen Roman ein Zitat aus Shake­speares Ham­let vor­an­ge­stellt hat. So wie einst Ham­let, schwankt das Unge­bo­rene, aus des­sen Sicht die Hand­lung erzählt wird, zwi­schen Loya­li­tät gegen­über sei­nem Vater (einem Dich­ter!), Liebe zu sei­ner Mut­ter und Hass auf deren Lieb­ha­ber (einem Immo­bi­li­en­mak­ler!), wel­cher zudem noch der Bru­der des mit­tel­lo­sen Künst­lers ist. Das Lie­bes­paar hat einen per­fi­den Mord­plan aus­ge­heckt und das wer­dende Leben kann sich nur Gedan­ken machen und abwar­ten. Und so ganz neben­bei und doch abso­lut ein­drück­lich ver­han­delt Mc Ewan die gro­ßen poli­ti­schen und mora­li­schen Fra­gen unse­rer Gegen­wart, sodass einem der Atem stockt.  Sol­veig Feld­meier

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Pro­le­ten, Pöbel, Para­si­tenWarum die Lin­ken die Arbei­ter ver­ach­ten von Chris­tian Baron (Das Neue Ber­lin)

proletenpoebelparasiten(Aus­zug Klap­pen­text:) Chris­tian Baron spricht aus eige­ner Erfah­rung: Als Kind der Unter­schicht – der Erste in sei­ner Fami­lie mit Abitur – dringt er in die aka­de­mi­sche Welt und schließ­lich in links­li­be­rale Kreise vor. In sei­nem Buch ana­ly­siert er anhand vie­ler Fall­bei­spiele, wie tief ver­wur­zelt soziale Dis­kri­mi­nie­rung in unse­rer Gesell­schaft quer durch alle poli­ti­schen Lager ist und wel­che Fol­gen sie hat. Seine Haupt­these: Die neue »Arbei­ter­klasse« und die sich mit­un­ter in ermü­den­den Debat­ten ver­lie­ren­den lin­ken Kräfte täten gut daran, ihre Ener­gien end­lich zu bün­deln und gegen Bil­dungs­schran­ken, gesell­schaft­li­che Benach­tei­li­gung und die beängs­ti­gen­den rech­ten Ten­den­zen der Gegen­wart ins Feld zu zie­hen.

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Das Zeit­al­ter des Irra­tio­na­len von James Webb ( Matrix Ver­lag )

webb James Webb (1946−1980) legt mit die­sem Buch ein kul­tur­wis­sen­schaft­li­ches Werk zur Erfor­schung der okkul­ten Strö­mun­gen in der­Neu­zeit vor. Der gebo­rene Schotte und spä­tere Cam­bridge-Absol­vent erforschte aus einer Posi­tion der skep­ti­schen Auf­lä­rung her­aus den Ein­fluss okkul­ter und eso­te­ri­scher Grup­pen und Ideen auf euro­päi­sche Poli­tik und Kul­tur. Webbs drei große Abhand­lun­gen zum moder­nen Okkul­tis­mus fan­den breite Aner­ken­nun­gnicht zuletzt wegen der Quel­len­ge­nau­ig­keit und wis­sen­schaft­li­chen Sorg­falt der Recher­che.

„-sehr dickes Buch, sehr viele Infor­ma­tio­nen- aber auch ein Buch, was, wie ich finde, in jedem Regal ste­hen sollte, das all die Ver­schwö­run­gen auf­drös­elt, okkulte Strö­mun­gen gegen wis­sen­schaft­li­chen Mate­ria­lis­mus stellt und die Wege des Irra­tio­na­len auf­zeigt.“    Jenny Weber

 

Kro­ko­rollo von Mari­anne Heu­ken­kamp und Ondine Pal­last­hène 

krokorollo

Es geschah ein­mal, dass im hei­ßen Afrika ein Kro­ko­dil aus dem Ei schlüpfte, das anstelle von Füßen kleine Räder hatte. Nun kann aber ein Kro­ko­dil mit Rädern im Sumpf nicht über­le­ben und so ver­lässt der kleine Kro­ko­rollo seine Hei­mat und seine Fami­lie und macht sich auf die Suche nach den Men­schen. Denn die kön­nen, so weiß er von sei­ner wei­sen Kro­ko­dil­mut­ter, glatte Wege bauen, auf denen auch er sich fort­be­we­gen kann. Kro­ko­rollo fin­det Gefähr­ten unter den Men­schen – das Mäd­chen Lisha und ihren Groß­va­ter Tafari – die ihm hel­fen, einen Platz in der Men­schen­welt zu fin­den. Lisha und Kro­ko­rollo wer­den bekannte Künst­ler beim CIRCUS AKIRFA.

Doch Babu­kar, der furcht­ein­flö­ßende Zir­kus­di­rek­tor, ist Lisha nicht wohl­ge­son­nen. Gerne würde er das Kro­ko­dil für sich haben und mit ihm als Zir­ku­sat­trak­tion reich und berühmt wer­den. So bleibt Streit nicht aus und wie so oft gibt es kei­nen wirk­li­chen Gewin­ner … aber lest selbst!

Die Redak­tion emp­fiehlt die­ses Buch für jün­gere Leser*innen.

>> bestell­bar beim Ver­lag

Pro­jekt Welt­ethos von Hans Küng

weltethos(Klap­pen­text:) 20 Jahre Beschäf­ti­gung mit dem Thema Reli­gion haben den Theo­lo­gen Hans Küng zu der Über­zeu­gung gebracht, dass die Mensch­heit nur dann über­le­ben kann, wenn die Welt­re­li­gio­nen in einen Dia­log tre­ten. Trotz unter­schied­li­cher Dog­men tei­len die Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten wesent­li­che ethi­sche Grund­sätze. Aus Ver­ant­wor­tung vor Gott und den Men­schen soll­ten nach Mei­nung Küngs die Ver­tre­ter aller Reli­gio­nen an der Schaf­fung des Welt­ethos mit­wir­ken, das Glau­bende und Nicht­glau­bende ver­bin­det.

Ich emp­fehle die­ses Buch, weil der Titel nach mei­ner Über­zeu­gung die wich­tigste Frage unse­rer Zeit berührt. Jörg Wun­der­lich

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