Kunst am Stein­tor: Was die Jury ablehnte

Die Jury hat sich ent­schie­den. Nach dem Glit­zer­schwein im Finanz­amt wird auf dem Stein­tor­platz eine wei­tere iro­ni­sche Metall­skulp­tur aus der Werk­statt von Michael Krenz rea­li­siert, der dies­mal auch gleich den Ent­wurf bei­steu­erte. Wie sähen eigent­lich Alter­na­ti­ven zum  offen­bar belieb­ten Schmun­zel­Kitsch­Pop aus? Ein der Redak­tion vor­lie­gen­der abge­lehn­ter Ent­wurf zeigt, was noch mög­lich gewe­sen wäre.   PORTA TRANSITORIA … wei­ter­le­sen

Künste am Rande der Welt | Trans­phy­si­ka­li­scher Vor­trag

Am 10. Novem­ber 2017 lädt die Aka­de­mie der Künste Sach­sen-Anhalt zu einer Vor­trags-Per­for­mance des Lüne­bur­ger Künst­lers And­res Peschka geo­poet ein. Ort des Gesche­hens ist das Lite­ra­tur­haus Halle in der bern­bur­ger Straße. Beginn ist 18 Uhr. Andreas Peschka per­formt seit sei­nem Stu­dium an der Kunst­aka­de­mie Müns­ter, schon dort Examen und Meis­ter­schü­ler (bei Timm Ulrichs, 1983) durch die … wei­ter­le­sen

APARTMENT 11 macht geor­gi­sche Erin­ne­run­gen erleb­bar

Seit dem 1. Okto­ber ist das inter­ak­tive Kunst­pro­jekt APARTMENT 11 in Halle für Besucher*innen geöff­net. Der geor­gi­sche Künst­ler Lado Khar­tish­vili rekon­stru­ierte aus per­sön­li­chen Erin­ne­run­gen eine begeh­bare Raum­in­stal­la­tion. Hin­ter­gund die­ser Arbeit ist der phy­si­sche Ver­lust eines Hau­ses der eige­nen Fami­lie in den post­so­wje­ti­schen Bür­ger­kriegs­wir­ren im Kau­ka­sus der 90er Jahre. Die Umbau­pro­zesse vom kom­mu­nis­ti­schen zum kapi­ta­lis­ti­schen Sys­tem haben … wei­ter­le­sen

Münt­zer und Luther aus dem Off – Die neue Som­mer­thea­ter­pro­duk­tion „Hals über Kopf“

Hals über Kopf - Sommertheater

„Denn der Stein, ohne Hände vom Berg geris­sen, ist groß wor­den“… Einen bes­se­ren Thea­ter­stoff hätte man hier­zu­lande im Refor­ma­ti­ons­jahr kaum auf­grei­fen kön­nen als die dia­lek­ti­sche Kon­stel­la­tion zwi­schen dem Schrift­pre­di­ger Mar­tin Luther und sei­nem wort­ge­wal­ti­gen Jün­ger und Kon­kur­ren­ten Tho­mas Münt­zer. Das dach­ten sich wohl auch die Thea­ter­ma­cher von Schau­stelle Halle und Thea­ter­schafft Leip­zig und schlos­sen mit … wei­ter­le­sen

Ost­deut­sches Klas­sen­tref­fen im Tier­gar­ten – Buch­pre­miere mit Bartsch/Götze im Haus der Aka­de­mie der Künste Ber­lin

„ein­mal fährt auf einem damp­fer klaus schle­sin­ger, eine ver­an­stal­tung des west­ber­li­ner schrift­stel­ler­ver­ban­des, klaus schle­sin­ger steht an einer reling und wird gefragt, unver­mit­telt: bereuen sies? und klaus schle­sin­ger sieht hin, war­tet eine sekunde und sagt: das, das konnte ich ja nicht wis­sen.“ (Ronald M. Scher­nikau: Die Tage in L.) Buch­pre­miere am 8. Juni im Haus der Ber­li­ner … wei­ter­le­sen

Drei Häm­mer für den Her­ren und Gnade für Rene­ga­ten

„Gnade ist das bedin­gungs­lose Grund­ein­kom­men für die Seele.“ Die­ser Satz blieb bei mir „hän­gen“, als Anfang April in der Luther­stadt Wit­ten­berg eine neue Antho­lo­gie vor­ge­stellt wurde: „sola scrip­tura 2017 – Lyrik und Prosa im Schreib­wett­be­werb zum Refor­ma­ti­ons­ju­bi­läum“. Im Aus­schrei­bungs­text war nach „Luthers Leis­tung als Pro­vo­ka­tion für die Leis­tungs­ge­sell­schaft“ gefragt wor­den. Des­halb grif­fen vor allem Kin­der … wei­ter­le­sen

Ich glaub, ich bin im Krieg. Das Kunst­werk der Zukunft

Etwas wie Sacri­fice von Sarah Nemt­sov und Dirk Lau­cke habe ich noch nicht erlebt. So unge­fähr muss es den alten Grie­chen ergan­gen sein, als sie im Amphi­thea­ter Klän­gen, Büh­nen­ef­fek­ten und Schau­spiel aus­ge­setzt waren. Nur dass am Ende nicht ähn­lich wie beim Got­tes­dienst eine gemein­schaft­li­che Läu­te­rung erfah­ren wird. Viel­mehr krallt sich jeder ein­zelne Zuschauer an sei­nem … wei­ter­le­sen

Nur der Tag darf nicht sein. „Auf­stieg und Fall der Stadt Maha­gonny“ von Brecht/Weill an der Oper Halle

Mahagonny

Das Timing hatte geses­sen: Donald Trump war noch keine 24 Stun­den im Amt, als auf der Hal­le­schen Opern­bühne die neuen Gesetze einer fik­ti­ven Gold­grä­ber­stadt ver­kün­det und die ohne­hin beschä­digte Welt noch ein­mal unter­gangs­reif auf den Kopf gestellt wer­den sollte. Noch bevor die Ouver­türe erklang, durfte ein trau­rig klin­gen­der Brecht ganz ohne Vor­hang sein auf­ge­stan­de­nes Publi­kum … wei­ter­le­sen

Schlie­ßung des Kunst­fo­rums ist Ver­nich­tung von kul­tu­rel­lem Kapi­tal

Drei von dreitausend besuchern der Ausstellung "Erwin Hahs - protagonist der Moderne in Halle" 2014

Die Kunst­stif­tung der Saa­le­spar­kasse stellt nach zehn Jah­ren den Betrieb des Kunst­fo­rums in der Bern­bur­ger Straße ein. Wer die ehe­ma­lige Ban­kiers­villa im Anschluss nutzt und ob über­haupt mit kul­tu­rel­len Inhal­ten zu bespie­len gedenkt, ist unklar. Es ist ein offe­nes Geheim­nis, dass der seit 2015 amtie­rende neue Spar­kas­sen­chef Dr. Jür­gen Fox kein aus­drück­li­cher Freund der schö­nen … wei­ter­le­sen

Marion Posch­mann erhält Deut­schen Preis für Nature Wri­ting 2017

Marion Poschmann erhält Deutschen Preis für Nature Writing 2017

Der Ver­lag Mat­thes & Seitz Ber­lin ver­gibt in Koope­ra­tion mit dem Bun­des­amt für Natur­schutz (BfN) 2017 erst­ma­lig einen Preis für Nature Wri­ting. Der Deut­sche Preis für Nature Wri­ting 2017 geht an Marion Posch­mann. Die Preis­ver­lei­hung fin­det am 11. April 2017 in der Aka­de­mie der Künste in Ber­lin statt. Die Jury wür­digt ins­be­son­dere die außer­or­dent­lich genauen Natur­bil­der … wei­ter­le­sen

Seu­me­ge­den­ken wan­dert wei­ter

Im Rah­men von Spar­an­stren­gun­gen hat die Stadt Grimma ihren Miet­zu­schuss für den Betrieb des Seume-Hau­ses am Markt 11 gestri­chen. „Göschens Welt – Das Göschen­haus­jour­nal 2016“ teilte es in dür­ren Wor­ten mit: Ab 2017 kann der Seume-Ver­ein „ARETHUSA“ e. V. Grimma das Seume-Haus nicht mehr bewirt­schaf­ten. Auf der Suche nach Lösun­gen für den Wei­ter­be­trieb bis­sen die … wei­ter­le­sen

Ring frei für die Post-Dra­ma­tik: „Bier für Frauen“ von Feli­cia Zel­ler in der Thea­trale Halle

Dass trin­kende und sich be-trin­kende Men­schen einen rele­van­ten Büh­nen- und Film­ge­gen­stand abge­ben, muss seit Max Goldt, Aki Kau­ris­mäki oder Jim Jar­mu­sch nicht mehr bewie­sen wer­den. Dass aber die in Trink­si­tua­tio­nen sich nach und nach ver­stüm­melnde All­tags­spra­che, unser „ich so“, „wie jetzt“ und „ach ver­giss es“ jede Menge sze­ni­sches Poten­zial bie­ten könnte, war der Thea­ter­au­to­rin Feli­cia … wei­ter­le­sen