Münt­zer und Luther aus dem Off – Die neue Som­mer­thea­ter­pro­duk­tion „Hals über Kopf“

Hals über Kopf - Sommertheater

„Denn der Stein, ohne Hände vom Berg geris­sen, ist groß wor­den“… Einen bes­se­ren Thea­ter­stoff hätte man hier­zu­lande im Refor­ma­ti­ons­jahr kaum auf­grei­fen kön­nen als die dia­lek­ti­sche Kon­stel­la­tion zwi­schen dem Schrift­pre­di­ger Mar­tin Luther und sei­nem wort­ge­wal­ti­gen Jün­ger und Kon­kur­ren­ten Tho­mas Münt­zer. Das dach­ten sich wohl auch die Thea­ter­ma­cher von Schau­stelle Halle und Thea­ter­schafft Leip­zig und schlos­sen mit … wei­ter­le­sen

Ost­deut­sches Klas­sen­tref­fen im Tier­gar­ten – Buch­pre­miere mit Bartsch/Götze im Haus der Aka­de­mie der Künste Ber­lin

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„ein­mal fährt auf einem damp­fer klaus schle­sin­ger, eine ver­an­stal­tung des west­ber­li­ner schrift­stel­ler­ver­ban­des, klaus schle­sin­ger steht an einer reling und wird gefragt, unver­mit­telt: bereuen sies? und klaus schle­sin­ger sieht hin, war­tet eine sekunde und sagt: das, das konnte ich ja nicht wis­sen.“ (Ronald M. Scher­nikau: Die Tage in L.) Buch­pre­miere am 8. Juni im Haus der Ber­li­ner … wei­ter­le­sen

Drei Häm­mer für den Her­ren und Gnade für Rene­ga­ten

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„Gnade ist das bedin­gungs­lose Grund­ein­kom­men für die Seele.“ Die­ser Satz blieb bei mir „hän­gen“, als Anfang April in der Luther­stadt Wit­ten­berg eine neue Antho­lo­gie vor­ge­stellt wurde: „sola scrip­tura 2017 – Lyrik und Prosa im Schreib­wett­be­werb zum Refor­ma­ti­ons­ju­bi­läum“. Im Aus­schrei­bungs­text war nach „Luthers Leis­tung als Pro­vo­ka­tion für die Leis­tungs­ge­sell­schaft“ gefragt wor­den. Des­halb grif­fen vor allem Kin­der … wei­ter­le­sen

Ich glaub, ich bin im Krieg. Das Kunst­werk der Zukunft

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Etwas wie Sacri­fice von Sarah Nemt­sov und Dirk Lau­cke habe ich noch nicht erlebt. So unge­fähr muss es den alten Grie­chen ergan­gen sein, als sie im Amphi­thea­ter Klän­gen, Büh­nen­ef­fek­ten und Schau­spiel aus­ge­setzt waren. Nur dass am Ende nicht ähn­lich wie beim Got­tes­dienst eine gemein­schaft­li­che Läu­te­rung erfah­ren wird. Viel­mehr krallt sich jeder ein­zelne Zuschauer an sei­nem … wei­ter­le­sen

Nur der Tag darf nicht sein. „Auf­stieg und Fall der Stadt Maha­gonny“ von Brecht/Weill an der Oper Halle

Mahagonny

Das Timing hatte geses­sen: Donald Trump war noch keine 24 Stun­den im Amt, als auf der Hal­le­schen Opern­bühne die neuen Gesetze einer fik­ti­ven Gold­grä­ber­stadt ver­kün­det und die ohne­hin beschä­digte Welt noch ein­mal unter­gangs­reif auf den Kopf gestellt wer­den sollte. Noch bevor die Ouver­türe erklang, durfte ein trau­rig klin­gen­der Brecht ganz ohne Vor­hang sein auf­ge­stan­de­nes Publi­kum … wei­ter­le­sen

Schlie­ßung des Kunst­fo­rums ist Ver­nich­tung von kul­tu­rel­lem Kapi­tal

Drei von dreitausend besuchern der Ausstellung "Erwin Hahs - protagonist der Moderne in Halle" 2014

Die Kunst­stif­tung der Saa­le­spar­kasse stellt nach zehn Jah­ren den Betrieb des Kunst­fo­rums in der Bern­bur­ger Straße ein. Wer die ehe­ma­lige Ban­kiers­villa im Anschluss nutzt und ob über­haupt mit kul­tu­rel­len Inhal­ten zu bespie­len gedenkt, ist unklar. Es ist ein offe­nes Geheim­nis, dass der seit 2015 amtie­rende neue Spar­kas­sen­chef Dr. Jür­gen Fox kein aus­drück­li­cher Freund der schö­nen … wei­ter­le­sen

Marion Posch­mann erhält Deut­schen Preis für Nature Wri­ting 2017

Marion Poschmann erhält Deutschen Preis für Nature Writing 2017

Der Ver­lag Mat­thes & Seitz Ber­lin ver­gibt in Koope­ra­tion mit dem Bun­des­amt für Natur­schutz (BfN) 2017 erst­ma­lig einen Preis für Nature Wri­ting. Der Deut­sche Preis für Nature Wri­ting 2017 geht an Marion Posch­mann. Die Preis­ver­lei­hung fin­det am 11. April 2017 in der Aka­de­mie der Künste in Ber­lin statt. Die Jury wür­digt ins­be­son­dere die außer­or­dent­lich genauen Natur­bil­der … wei­ter­le­sen

Seu­me­ge­den­ken wan­dert wei­ter

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Im Rah­men von Spar­an­stren­gun­gen hat die Stadt Grimma ihren Miet­zu­schuss für den Betrieb des Seume-Hau­ses am Markt 11 gestri­chen. „Göschens Welt – Das Göschen­haus­jour­nal 2016“ teilte es in dür­ren Wor­ten mit: Ab 2017 kann der Seume-Ver­ein „ARETHUSA“ e. V. Grimma das Seume-Haus nicht mehr bewirt­schaf­ten. Auf der Suche nach Lösun­gen für den Wei­ter­be­trieb bis­sen die … wei­ter­le­sen

Ring frei für die Post-Dra­ma­tik: „Bier für Frauen“ von Feli­cia Zel­ler in der Thea­trale Halle

(c) Rene Schaeffer

Dass trin­kende und sich be-trin­kende Men­schen einen rele­van­ten Büh­nen- und Film­ge­gen­stand abge­ben, muss seit Max Goldt, Aki Kau­ris­mäki oder Jim Jar­mu­sch nicht mehr bewie­sen wer­den. Dass aber die in Trink­si­tua­tio­nen sich nach und nach ver­stüm­melnde All­tags­spra­che, unser „ich so“, „wie jetzt“ und „ach ver­giss es“ jede Menge sze­ni­sches Poten­zial bie­ten könnte, war der Thea­ter­au­to­rin Feli­cia … wei­ter­le­sen

Augen und Bli­cke – Ein­dring­li­che Por­traits von Babette Brühl in der Villa Rabe

"Hermina" und "Dominik" von Babette Brühl

Im Kul­tur­be­trieb exis­tiert eine Grenze zwi­schen so genann­ter Hoch­kul­tur auf der einen und so genann­ter Sozio­kul­tur auf der ande­ren Seite. Nähern sich beide Sphä­ren an, ist von „sozial enga­gier­ter Kunst“ die Rede. All diese Zuschrei­bun­gen wol­len bei den Bil­dern von Babette Brühl nicht so recht grei­fen – und das ist auch gut so, denn sie … wei­ter­le­sen

Otto Möh­wald – Ver­such eines Nach­ru­fes

Der Maler Otto Möhwald war häufig gesehener Gast auf Vernissagen

Der Maler und Gra­fi­ker Otto Möh­wald ist durch ein tra­gi­sches Unglück ums Leben gekom­men. Die Stadt Halle hat nun einen ihrer wich­tigs­ten Künst­ler zu betrau­ern, der wie kein zwei­ter Hie­si­ger den Geist der Klas­si­schen Moderne ver­kör­perte und bis ins 21. Jahr­hun­dert hin­ein trug. Seine Stadt­land­schaf­ten, Akte und Inte­ri­eurs glei­chen ästhe­ti­schen Bekennt­nis­sen. Folgt man dem Maler Möh­wald … wei­ter­le­sen