Steffi Lemke (MdB) und der Fotokünstler Stephan Horch vom GreenRiver Projekt

Grüne Müll­sam­mel­ak­tion auf Elbe und Saale mit erschre­cken­der Bilanz

Nicht nur die Ver­schmut­zung der Meere nimmt ste­tig zu. Auch in Deutsch­lands Flüs­sen und an den Ufern fin­det sich immer mehr Müll. Vier Tage waren die Des­sauer Bun­des­tags­ab­ge­ord­nete Steffi Lemke und der Foto­künst­ler Ste­phan Horch vom Clean­Ri­ver Pro­jekt auf Elbe und Saale im Pad­del­boot unter­wegs.

Unter dem Motto „Leben­dige Flüsse“ haben sie auf die Ver­schmut­zung unse­rer hei­mi­schen Flüsse auf­merk­sam gemacht. Auf der Stre­cke von Halle über Pretz­sch, Klö­den, Cos­wig und Des­sau bis nach Mag­de­burg haben beide meh­rere Kof­fer­raum­la­dun­gen Müll gesam­melt.

Flüsse sind Depo­nien für Plas­tik­müll

Gefun­den wur­den Ver­pa­ckun­gen aller Art, Fla­schen, Trink­be­cher und vor allem Plas­tik­müll. Dabei waren auch skur­rile Fund­stü­cke wie Cam­ping­s­tühle, ein hal­ber Staub­sau­ger, Auto­rei­fen, Pani­ni­sam­mel­bil­der aus dem Jahr 2014.

Das Haupt­pro­blem ist die Unmenge an Plas­tik­müll. Mate­ria­lien aus Plas­tik, wie Plas­tik­tü­ten, Fla­schen und Becher zer­set­zen sich nicht schad­los. Gelangt die­ser Plas­tik­müll in die Land­schaft, wer­den Brut- und Laich­plätze zer­stört. Fische und Vögel ver­let­zen sich oder ersti­cken. Und der Plas­tik­müll zer­setzt sich in immer klei­nere Par­ti­kel und ver­seucht damit flä­chen­de­ckend Flüsse, Wäl­der und Ozeane.

Här­tere Schritte gegen Müll­flu­ten nötig

Neben Auf­klä­rung und Infor­ma­tion der Kon­su­men­ten ist end­lich eine fun­dierte Stra­te­gie gegen Plas­tik­müll not­wen­dig. Dazu gehö­ren vor allem die Redu­zie­rung von Weg­werf­pro­duk­ten wie Kaf­fee­be­chern, Ein­mal­grills, Tüten und Ein­weg­fla­schen. Die Abgabe auf einige Plas­tik­tü­ten kann nur ein aller­ers­ter Schritt sein. Eine wirk­lich ein­deu­tige Unter­schei­dung von „Ein­weg“ und „Mehr­weg“ auf den Ver­pa­ckun­gen und die Wei­ter­ent­wick­lung des Ein­weg­pfands zu einer öko­lo­gi­schen Len­kungs­ab­gabe sind nächste Schritte. Die Bei­mi­schung von Mikro­plas­tik in Kos­me­tik­pro­duk­ten muss end­lich ver­bo­ten wer­den – frei­wil­lige Selbst­ver­pflich­tun­gen rei­chen nicht aus.

Der Müll wurde anschlie­ßend ord­nungs­ge­mäß beim Wert­stoff­hof abge­ge­ben.

(Pres­se­er­klä­rung zur Aktion:  Regio­nal­büro Mag­de­burg / Steffi Lemke, Mit­glied des Deut­schen Bun­des­ta­ges)

Bild: Steffi Lemke und Ste­phan Horch beim Müll Sam­meln auf der Saale

© Bünd­nis 90 / Die Grü­nen, Regio­nal­büro Mag­de­burg

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