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PARK(ing) Day – Rück­ge­win­nung von Gemein­platz – am 20. Sep­tem­ber in Leip­zig

Nur ein Bruch­teil der Welt­be­völ­ke­rung darf und kann je über den Wahn­sinn Auto (1,5 t Blech und Plaste, die rum­ste­hen)  ver­fü­gen – rein phy­si­ka­li­sch und nicht nur öko­lo­gi­sch. In Deutsch­land haben wir, auf Kos­ten der Welt­be­völ­ke­rung, eine Quote von 2 Men­schen auf 1 Auto. Damit ist das Maxi­mum schon erreicht, mehr geht nicht. Diese Autos kön­nen nur exis­tie­ren weil „die Ande­ren” kein Auto haben! Unser Staat geht aber davon aus, dass wir ein ange­bo­re­nes Bedürf­nis nach Auto haben. So stellt unsere Gesell­schaft 70% des öffent­li­chen Rau­mes Autos zur Ver­fü­gung. Ein Groß­teil davon ist Park­platz, da ein Auto 23 h am Tag steht. Park­plätze sind öffent­li­cher Raum oder Gemein­platz. Aber da wir ein ange­bo­re­nes Bedürf­nis nach Auto haben, das nie­mals befrie­digt wer­den kann, da den Wahn­sinn nur wenige machen dür­fen, darf ich mich auf einem Park­platz nicht auf­hal­ten. Es ist ord­nungs­wid­rig, einen Tisch auf einen Park­platz zu stel­len und Kaf­fee zu trin­ken. Unter­hal­tun­gen, die dort statt­fin­den, fal­len unter das Ver­samm­lungs­recht und müs­sen ange­mel­det wer­den. Genau das tut man beim PARK(ing) Day: man mel­det eine Ver­samm­lung (bzw. Son­der­nut­zung) auf einem Park­platz an und gestal­tet nun sei­nen PARK, der Krea­ti­vi­tät sind da keine Gren­zen gesetzt.

Lei­der ist diese Form der Rück­ge­win­nung von Gemein­plät­zen in Halle noch unbe­kannt. In Leip­zig ist man da schon wei­ter, dort wird der inter­na­tio­nale PARK(ing) Day am 20. Sep­tem­ber zele­briert. Geht hin und schaut es Euch an. Mach mit, mach`s nach, mach`s bes­ser –  in Halle!

Mehr Infos: www.parking-day-leipzig.de

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