Swin­ging Leipzig/ Sub­kul­tu­rel­les Image und Mar­ke­ting

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Leip­zig, mitt­ler­weile „Hype­zig“ genannt, ist eine soge­nannte Schwarm­stadt, die wächst – weil junge Men­schen mas­sen­haft hier­her zie­hen. Warum eigent­lich? Am Geld kann es nicht lie­gen, es gibt nach wie vor kaum Jobs.

Zei­tun­gen berich­ten von einem beson­de­ren Lebens­ge­fühl: kleine Pro­jekte, Kunst­räume, Hips­ter mit Voll­bär­ten und Jute­ta­schen, ille­gale Par­tys und eine große links­ra­di­kale Sub­kul­tur. Vie­len scheint es, als seien die Gesetze des Kapi­ta­lis­mus hier außer Kraft gesetzt, als sei hier Selbst­ver­wirk­li­chung mög­lich, ohne viel Geld.

Dabei beruht der Traum auf Aus­beu­tung und Selbst­aus­beu­tung. Men­schen bauen müh­sam einen Kunst­raum aus, wer­ten das Vier­tel damit auf und flie­gen nach drei Jah­ren raus. Das Haus wird saniert. Gut­ver­die­ner, ange­zo­gen von den Geschich­ten, zie­hen in die neuen Lofts.

Der Hype fußt auf einer Spi­rale der Ver­drän­gung: Dem Kol­laps der Indus­trie folgte die Ver­drän­gung der ehe­ma­li­gen Arbei­ter. Mit­tel­lose Krea­tive wer­den zu Pio­nie­ren der Auf­wer­tung und kön­nen sich irgend­wann ihr Vier­tel nicht mehr leis­ten. Akti­vis­ten und Wis­sen­schaft­ler, Künst­ler und Inves­to­ren beschrei­ben das Phä­no­men Leip­zig.

Von Manuel Waltz und Mar­cel Raabe
Pro­duk­tion: DLF 2014

Länge: 40:26 min

Ein Audio­bei­trag vom Deutsch­land­funk. Span­nend. Hier ist der Link.

Stadt­platz im öffent­li­chen Raum

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„Bei einer kri­ti­schen Betrach­tung der sich ent­wi­ckeln­den urba­nen Land­schaf­ten ist fest­zu­stel­len, dass die zen­tra­len Plätze der Städte zuneh­mend ihre tra­di­tio­nel­len Funk­tio­nen ver­lie­ren. Einst bestand die Nut­zung der Plätze und Zen­tren darin, den unter­schied­li­chen Inter­es­sen der Stadt­be­völ­ke­rung als Podium zu die­nen und den funk­tio­na­len Anfor­de­run­gen des All­ta­ges gerecht zu wer­den. Heute schei­nen sich die öffent­li­chen Berei­che der Städte zu redu­zie­ren ent­we­der auf Durch­gangs­stra­ßen und Kreu­zungs­punkte, die vom Auto­ver­kehr domi­niert … wei­ter­le­sen