In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch haben in dieser Woche Aktivist*innen von Attac Werbeplakate mit dem verfremdeten Slogan-Klassiker eines bekannten Autoherstellers in zahlreichen Schaukästen im Münchner Stadtgebiet angebracht. Anlass war die Internationale Automobil-Ausstellung, die am betreffenden Wochenende in München über die Bühne ging.
Die gefakte Werbekampagne richtete sich gegen die Autoindustrie, ihren ungebremsten Ressourcenhunger und ihre ständigen Greenwashing-Versuche. "Für Profite zerstört diese Industrie rücksichtslos unsere Lebensgrundlagen", heißt es in einem offiziellen Presserklärung zur Aktion.

"Autosaurus muss untergehen"
Bei einer weiteren Aktion wurde vor dem IAA-Gelände ein Auto symbolisch öffentlich versenkt. Mit den Slogans "Autosaurus muss untergehen" und "Er säuft und säuft" thematisierten die Autokritischen Aktivisten den anstehenden Paradigmenwechsel in der öffentlichen Mobilität sowie den unstillbaren zertörerischen Ressourcenhunger der Autoindustrie. Weiter heißt es, die Lobbypolitik der Autobauer und ihrer Verbündeten im Verkehrsministerium sorge dafür, "dass weiterhin Menschen und Natur unter die Räder dieser zerstörerischen Industrie geraten." Mit der Plakat-Aktion kritisiere Attac den überbordenden Ressourcenhunger der Autokonzerne und den damit verbundenen Kurs in die Klimakatastrophe.
Nachhaltige Verkehrswende gefordert
Die Attac-Aktivisten forderten eine überfällige nachhaltige Verkehrswende auf der Grundlage des ÖPNV und ein bundesweites Tempolimit für Autobahnen. Die Autoindustrie sollte nach der Überzeugung der Aktivisten insgesamt auf kleinere Modelle setzen, um Ressourcen einzusparen. Auch die flächendeckende Umstellung Elektroautos sei keine wirksame Alternative, wenn der Autoverkehr nicht insgesamt abnehme.







