Bota­ni­scher Gar­ten ab 1. April offen - Neue Web­site zur bio­lo­gi­schen Viel­falt online

Der Bota­ni­sche Gar­ten der Mar­tin-Luther-Uni­ver­si­tät Hal­le-Wit­ten­berg (MLU) hat ab Mitt­woch dem 1. April 2026 wie­der geöff­net. Das teil­te die Pres­se­stel­le der MLU mit. Die Anla­gen und Gewächs­häu­ser sind wochen­tags 14 bis 18 Uhr sowie an Wochen­en­den und Fei­er­ta­gen von 10 bis 18 Uhr für Besu­cher­ver­kehr geöff­net. Über die bio­lo­gi­sche Viel­falt des Gar­tens kön­nen sich Inter­es­sier­te ab sofort auch auf einer neu­en Web­site informieren. 

Der Bota­ni­sche Gar­ten besteht seit über 325 Jah­ren und war der ers­te sei­ner Art im dama­li­gen Preu­ßen. Heu­te beher­bergt das fünf Hekt­ar gro­ße Gelän­de rund 12.000 Pflan­zen­ar­ten. Die the­ma­tisch geglie­der­te Frei­land­pflan­zen­samm­lung, der Gar­ten mit den alpi­nen Pflan­zen sowie die Wald- und Step­pen­ge­bie­te reprä­sen­tie­ren einen Quer­schnitt der Pflan­zen­geo­gra­phie welt­weit. Neben den etwa 12.000 kul­ti­vier­ten Pflan­zen gibt es im Bota­ni­schen Gar­ten schät­zungs­wei­se eine eben­so gro­ße Anzahl an Tier­ar­ten, über die bis­lang wenig bekannt ist.

Unbe­kann­tes wil­des Pflanzenleben

Ein neu­es Pro­jekt unter Lei­tung von Dr. Mat­thi­as Hoff­mann, Kus­tos des Bota­ni­schen Gar­tens, will das jetzt ändern. „Um die bio­lo­gi­sche Viel­falt des Gar­tens ver­ständ­lich und erleb­bar zu machen, ent­steht par­al­lel zur Erfas­sung der Arten eine inter­ak­ti­ve und immer­si­ve Inter­net­an­wen­dung. In einem Netz­werk wer­den die beob­ach­te­ten Arten nicht nur dar­ge­stellt, son­dern gleich­zei­tig in ihren ver­wandt­schaft­li­chen Ver­hält­nis­sen und Nah­rungs­be­zie­hun­gen prä­sen­tiert“, so Hoff­mann. Ziel des Pro­jekts ist es, Kennt­nis­lü­cken zur Arten­viel­falt im Bota­ni­schen Gar­ten zu schlie­ßen und somit eine Grund­la­ge für die Unter­su­chung der Bio­di­ver­si­tät im urba­nen Raum zu schaffen.

Das inter­ak­ti­ve Netz­werk auf der neu­en Web­site zeigt die bis­her bekann­ten, wild­le­ben­den Orga­nis­men des Bota­ni­schen Gar­tens. Auf die­se kann der Nut­zer kli­cken und erhält so wei­te­re Infor­ma­tio­nen. Zeit­gleich wer­den mit Hil­fe von Pfei­len die Ver­bin­dun­gen zu ande­ren Orga­nis­men gezeigt, wie DR. Mat­thi­as Hoff­menn wei­ter aus­führt: „Man sieht auf einen Klick, dass bei­spiels­wei­se an der Ess­kas­ta­nie des Bota­ni­schen Gar­tens der Schwe­fel­por­ling para­si­tiert, sich in die­sem Schwe­fel­por­ling min­des­tens 2 Käfer­ar­ten ent­wi­ckeln, die ihrer­seits von einer Brack­wes­pe para­si­tiert wer­den. Gleich­zei­tig zu sehen ist die Zuge­hö­rig­keit die­ser Arten zu ihren Fami­li­en und wei­te­ren sys­te­ma­ti­schen Gruppen.“

Inter­ak­ti­ve Features

Inter­es­sier­te Besu­cher der Web­site haben zudem die Mög­lich­keit mit Gedächt­nis- und Rate­spie­len in die viel­fäl­ti­ge Pflan­zen- und Tier­welt ein­zu­tau­chen und das eige­ne Wis­sen zu tes­ten und zu erwei­tern. Im Bota­ni­schen Gar­ten selbst gibt es ab die­sem Jahr eben­falls eine Neue­rung. Besu­che­rin­nen und Besu­cher haben die Mög­lich­keit, über QR-Codes Vide­os zu ver­schie­de­nen The­men anzuschauen.

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