CETA nimmt par­la­men­ta­ri­sche Hür­de in Stras­bourg

Der Han­dels­aus­schuss des Euro­pa­par­la­ments hat einer vor­läu­fi­gen  Anwen­dung und Rati­fi­zie­rung des CETA-Frei­han­dels­ab­kom­mens  zuge­stimmt.

Damit ist eine par­la­men­ta­ri­sche Hür­de auf euro­päi­scher Ebe­ne vor der CETA-Abstim­mung im EU-Par­la­ment Mit­te Febru­ar genom­men. Eine vor­läu­fi­ge Anwen­dung von CETA ist in Stras­bourg kaum noch zu zu ver­hin­dern.

“Christ­de­mo­kra­ten, vie­le Sozi­al­de­mo­kra­ten und Libe­ra­le haben sich über die brei­ten Bür­ger­pro­tes­te gegen CETA hin­weg­ge­setzt",  kom­men­tier­te der finanz- und wirt­schafts­po­li­ti­scher Spre­cher der Grü­nen im Euro­päi­schen Par­la­ment, Sven Gie­gold.

Stop durch Par­la­men­te der Mit­glieds­staa­ten mög­lich

Gie­gold wies zugleich dar­auf hin, dass auch bei einer Zustim­mung im EU-Par­la­ment das Abkom­men in den natio­na­len Par­la­men­ten ver­hin­dert wer­den kön­ne. CETA sei noch lan­ge nicht in tro­cke­nen Tüchern, so der Poli­ti­ker, denn eine Ableh­nung durch den Bun­des­rat oder das öster­rei­chi­schen Par­la­ment sei­en rea­lis­ti­sche Optio­nen.
Eine Prü­fung auf natio­na­ler Ebe­ne sei legi­tim, da das unfai­re Abkom­men in die Kom­pe­ten­zen der Mit­glieds­län­der wie in die kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung ein­grei­fe.

CETA ist Was­ser auf die Müh­len von Rechts­po­pu­lis­ten

Damit die Rechts­po­pu­lis­ten mit ihren pro­tek­tio­nis­ti­schen Posi­tio­nen nicht noch grö­ße­re Erfol­ge fei­ern könn­ten, müs­se einedie euro­päi­sche Han­dels­po­li­tik der fun­dier­ten Kri­tik an CETA ent­ge­gen­kom­men und den demo­kra­ti­schen Wil­len der Bür­ger respek­tie­ren, so Gie­gold wei­ter auf sei­ner Face­book-Sei­te.

 
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Foto oben: Sven Gie­gold

 

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