Hal­les Umwelt­ver­band AHA und BI„Pro Baum“ for­dern Schutz und Erhalt von Gehöl­zen an Hal­les Kreuzvorwerk

Immer wie­der stel­len enga­gier­te Umwelt­schüt­zer in Hal­le fest, dass Bäu­me und Sträu­cher sehr schnell der Säge oder ande­ren Gerät­schaf­ten zum Opfer fal­len. Dabei sind die­se Pflan­zen wert­vol­le Sauer­stoff­s­pen­der, ver­bes­sern den Gehalt an Luft-feuch­tig­keit, bie­ten zahl­rei­chen Tie­ren und Pil­zen Lebens­raum und Nah­rung, fil­tern Koh­len­di­oxid, Fein­staub, Ruß und Ozon­smog aus der Luft sowie spen­den Schatten.

Gehölz­be­stand sta­bi­li­sie­ren und ausbauen

Sie tra­gen also ent­schei­dend zur Ver­bes­se­rung des Kli­mas bei. Im zuneh­men­den Maße erken­nen zum Bei­spiel Wis­sen­schaft, Poli­tik und Ver­wal­tun­gen immer mehr die viel­fäl­ti­ge Funk­ti­on von Stadt­bäu­men. Für den Arbeits­kreis Hal­le­sche Auen­wäl­der zu Hal­le (Saa­le) e.V. – AHA – und die Initia­ti­ve „Pro Baum“ ist es fer­ner drin­gend gebo­ten auch die viel­fäl­ti­ge öko­lo­gi­sche Funk­ti­on von Sträu­chern her­aus­zu­stel­len und ent­spre­chend schüt­zend zu agie­ren. Den bestehen­den Gehölz­be­stand gel­te es nicht nur zu schüt­zen und zu erhal­ten, son­dern mehr Parks mit Wie­sen, Gehölz­be­stän­den und Auf­ent­halts­mög­lich­kei­ten anzu­ge­hen und zu ver­wirk­li­chen. Damit wäre eine öko­lo­gi­sche und städ­te­bau­li­che Auf­wer­tung garantiert.

Wei­ter­hin­hal­ten bei­de Umnwelt­grup­pen­die Erstel­lung einer wis­sen­schaft­lich fun­dier­ten Schutz- und Ent­wick­lungs­kon­zep­ti­on für den hal­le­schen Gehölz­be­stand für drin­gend erfor­der­lich, wel­che zum Bei­spiel den aktu­el­len Bestand und Zustand, Maß­nah­men zu deren Schutz, Erhalt und Wei­ter­ent­wick­lung, die Ein­bin­dung der Bevöl­ke­rung und Stadt­ge­sell­schaft sowie die Erstel­lung einer dar­auf abge­stell­ten Gehölz­schutz­sat­zung im Blick haben muss. Als Part­ner könn­ten dabei die Mar­tin-Luther-Uni­ver­si­tät Hal­le-Wit­ten­berg, das Helm­holtz-Zen­trum für Umwelt­for­schung GmbH – UFZ sowie die Hoch­schu­le Anhalt fungieren.

Das Bei­spiel Kreuzvorwerk

Wie wich­tig und drin­gend not­wen­dig eine nach­hal­ti­ge und wert­schät­zen­de Her­an­ge­hens­wei­se an den Umgang mit Gehöl­zen sein muss, zeigt die Bedro­hung einer Stiel­ei­che an der Naht­stel­le zwi­schen Kreuz­vor­werk und Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Hal­le (Saa­le) in der Ernst-Gru­be-Stra­ße 40.
Nach vor­lie­gen­den Aus­künf­ten von Anwoh­nen­den an Hal­les Kreuz­vor­werk dro­hen mehr oder min­der star­ke Schnitt­ar­bei­ten an einer Stiel­ei­che, wel­che ihren Stand­ort an einer Grund­stücks­gren­ze zum Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Hal­le (Saa­le) in der Ernst-Gru­be-Stra­ße 40 hat.
Der Arbeits­kreis Hal­le­sche Auen­wäl­der zu Hal­le (Saa­le) e.V. – AHA – und die Initia­ti­ve „Pro Baum“ möch­ten an die­ser Stel­le auf die sehr gro­ße Bedeu­tung von Stiel­ei­chen hinweisen.

So beinhal­tet die wis­sen­schaft­li­che Erar­bei­tung von Dani­el Kocher von der Fakul­tät für Forst­wis­sen­schaf­ten der Uni­ver­si­tät Frei­burg, Pro­fes­sur für Stand­orts­kun­de und Vege­ta­ti­ons­kun­de, mit dem Titel „Die Ver­jün­gung der Stiel­ei­che (Quer­cus robur L.) im mit­tel­eu­ro­päi­schen Auen­wald“ auf der Sei­te 2 unter Punkt 2.1 Ver­brei­tung und Öko­lo­gie der Stiel­ei­che, fol­gen­de Ein­schät­zun­gen, Zitat:

„Stiel­ei­chen (und Eichen all­ge­mein) sind in west­eu­ro­päi­schen Wäl­dern bedeu­ten­de Trä­ger der Arten­viel­falt und leis­ten einen wich­ti­gen Bei­trag zur Erhal­tung der Bio­di­ver­si­tät (Buß­ler, 2014). Laut Buß­ler (2014) beher­ber­gen sie nicht nur sehr vie­le Insek­ten­ar­ten­ar­ten, son­dern auch zahl­rei­che Pil­ze und Flech­ten. Von allen hei­mi­schen Baum­ar­ten ist die Eiche mit über 1000 beher­berg­ten Arten die arten­reichs­te (Buß­ler, 2014).“, Zitat Ende

Dar­aus lei­tet sich auch im kon­kre­ten Fall eine beson­de­re Schutz­wür­dig­keit der bedroh­ten Stiel­ei­che ab und in dem Zusam­men­hang for­dern der Arbeits­kreis Hal­le­sche Auen­wäl­der zu Hal­le (Saa­le) e.V. – AHA – und die Initia­ti­ve „Pro Baum“ alle Akti­vi­tä­ten zu unter­bin­den, wel­che den Gehölz­be­stand im All­ge­mei­nen und der Stiel­ei­che im Spe­zi­el­len Scha­den zufü­gen oder gar zur Ver­nich­tung füh­ren könnten.
Zudem schränkt bzw. schließt der § 39 Absatz 5 Num­mer 2 Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz – BNatSchG in dem Zeit­raum vom 1. März bis zum 30. Sep­tem­ber die Schnitt­ar­bei­ten fol­gen­der­ma­ßen ein, Zitat:

„Bäu­me, die außer­halb des Wal­des, von Kur­zum­triebs­plan­ta­gen oder gärt­ne­risch genutz­ten Grund­flä­chen ste­hen, Hecken, leben­de Zäu­ne, Gebü­sche und ande­re Gehöl­ze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. Sep­tem­ber abzu­schnei­den, auf den Stock zu set­zen oder zu besei­ti­gen; zuläs­sig sind scho­nen­de Form- und Pfle­ge­schnit­te zur Besei­ti­gung des Zuwach­ses der Pflan­zen oder zur Gesund­erhal­tung von Bäu­men“, Zitat Ende

Die eben­ge­nann­ten Aus­nah­me­tat­be­stän­de sind hier nicht erfüllt und gilt es zudem fach­lich und recht­lich fun­diert zu begründen.
Auf Grund der beson­de­ren Bedeu­tung der Stiel­ei­che for­dern der Arbeits­kreis Hal­le­sche Auen­wäl­der zu Hal­le (Saa­le) e.V. – AHA – und die Initia­ti­ve „Pro Baum“ alle Vor­ha­ben zur Schä­di­gung des Bau­mes zu unterlassen.

Am Mon­tag, dem 29.06.2026, fin­det mit dem 144., das sechs­te Tref­fen der Initia­ti­ve „Pro Baum“ im Jahr 2026 statt. Bei dem Tref­fen gilt es über Maß­nah­men und Akti­vi­tä­ten zum Schutz und Erhalt der Gehöl­ze zu bera­ten. Dabei ist eine The­ma­ti­sie­rung des Umgan­ges mit Gehöl­zen und die Bedro­hung einer Stiel­ei­che an der Naht­stel­le zwi­schen Kreuz­vor­werk und Uni­ver­si­täts­kli­ni­kum Hal­le (Saa­le) in der Ernst-Gru­be-Stra­ße 40 vorgesehen.

In dem Zusam­men­hang rufen der Arbeits­kreis Hal­le­sche Auen­wäl­der zu Hal­le (Saa­le) e.V. – AHA – und die Initia­ti­ve „Pro Baum“ die Bevöl­ke­rung zur Mit­wir­kung zum Schutz, Erhalt und Erwei­te­rung des Stadt­grü­nes in der Stadt Hal­le (Saa­le) auf.

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