Obdachlosigkeit ist ein dringliches Problem auch in Halle. Im Rahmenprogramm zur einer Ausstellung zu diesem Thema lädt das Stadtmuseum Ende am 30. April 2026 zu einer Filmvorführung ein. Zu Gast ist der Filmemacher Daniel Tautz, der für den MDR ein Jahr wohnungslose Menschen in Halle begleitete und eine Reportage produzierte.
Der Film „Leben und Sterben auf der Straße: Obdachlosigkeit in Halle“ (mdr, exactly)wird um 16 Uhr gezeigt. Parallel kann die Sonderausstellung „tagsüber bin ich woanders (hier bin ich nur nachts) - Wohnungslosigkeit und unsicheres Wohnen in Halle“ besichtigt werden.
Auf der Suche nach Unterkunft, Verpflegung, Anerkennung
In der 35minütigen Dokumentation dokumentierte Tautz den harten Alltag auf der Suche nach Unterkunft, Verpflegung und Anerkennung. Er führte intensive Gespräche mit den Betroffenen und wirft so einen schonungslosen Blick auf das Leben der Menschen am Rande der Gesellschaft. Doch er schaut auch, was getan wird, um zu helfen. Neben Hilfsangeboten der Stadt stellt er freiwillige Initiativen wie das Busprojekt „Vierjahreszeiten“ vor. Daniel Tautz spricht im Anschluss über seine Erfahrungen während der Dreharbeiten. Besucherinnen und Besucher sind herzlich zum Austausch eingeladen. Die Sonderausstellung ist noch bis zum 31. Mai 2026 im Stadtmuseum Halle zu sehen. Seit der Eröffnung am 29. Januar 2026 konnten bereits über 670,00 € Spenden für den Notfallfonds der Wärmestube Halle gesammelt werden.
Aktiv für Menschen in Not
Initiator des gemeinsamen Projektes ist die Evangelische Stadtmission Halle, die sich in Halle seit 1888 für Menschen in Not engagiert. Täglich unterstützt sie Menschen, die keine eigene Wohnung haben oder denen die Wohnungslosigkeit droht. Mit weiteren Partnern wie dem kommunalen Bündnis „Wohnungslosigkeit überwinden“ ist die Stadtmission Halle Teil des Nationalen Aktionsplans: „Gemeinsam für ein Zuhause“.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Spenden für den Notfallfonds der Wärmestube Halle sind willkommen.
Bild-oben: © MDR / David Strubig








