Umwelt­ver­band warnt vor unter­ir­di­scher Gefahr in Teutschenhal

Ange­sichts der Gefah­ren wei­te­rer Boden­ab­sen­kun­gen als Fol­ge berg­bau­li­cher Hohl­räu­me sieht der Umwelt­ver­band AHA die Ver­fül­lungs­pra­xis der Gru­be Teut­schen­thal Siche­rungs­ge­sell­schaft (GTS) mit gro­ßer Sor­ge. Gera­de in was­ser­be­ein­fluss­ten reak­ti­ven Schäch­ten dürf­ten laut AHA kei­ne Oxi­de von Magne­si­um, Kali­um, Natri­um und Kal­zi­um ver­füllt wer­den, weil aus die­sen in Ver­bin­dung mit Was­ser umwelt­be­las­ten­de Stof­fen ent­ste­hen können.

Eine Ver­wen­dung von Son­der- bzw. Gift­müll jeg­li­cher Art sei daher bei der unter­ir­di­schen Ver­fül­lung ist ein­deu­tig abzu­leh­nen, so der Umwelt­ver­band. Weil das belas­te­te Was­ser aus den Schäch­ten auch in das Umfeld aus­tre­te, sei laut AHA mit umfas­sen­den und nach­hal­ti­gen Belas­tun­gen der Umwelt in der Regi­on zu rech­nen, in der 300.000 Men­schen leben. Zudem belas­te Abluft die Regi­on, wel­che mit Aus­stoß von gif­ti­gem Fein­staub einhergeht.

Der AHA weist in dem Zusam­men­hang dar­auf hin, dass der Abfluss des Was­sers vom Gru­ben­ge­län­de der GTS in Rich­tung Saa­le führt. Die Gefahr einer  Kon­ta­mi­nie­rung von Was­ser und Boden sei daher nicht nur in der Agrar­land­schaft und den Saa­le­au­en gege­ben, son­dern auch in Rich­tung der Wohn­ge­bie­te in Hol­leben, Angers­dorf bis nach Hal­le.  Auch die Stadt Hal­le kön­ne bei Hoch­was­ser von vor­drin­gen­dem Qualm­was­ser betrof­fen sein. Inso­fern müs­se klar sein, dass nicht nur das Gebiet der Gemein­de Teut­schen­thal bedroht ist, son­dern auch saa­le­ab­wärts alle nach­fol­gen­den Gebiete.

Der AHA mahnt daher den Gemein­de­rat und die Gemein­de­ver­wal­tung an, ihre Ver­ant­wor­tung für den Schutz, den Erhalt und die Ent­wick­lung von Umwelt, Natur und Land­schaft wahr­zu­neh­men. Die Über­le­gun­gen des Land­krei­ses, inner­halb des Saa­le­krei­ses gan­ze Bio­top­ver­bund­räu­me zu schaf­fen, in wel­che auch der Teut­schentha­ler Wür­de­bach ein­ge­bun­den wer­den könn­te, gel­te es mit den Mög­lich­kei­ten und Kapa­zi­tä­ten der Gemein­de Teut­schen­thal zu beglei­ten und zu unterstützen.

Mit Sor­ge erin­nert der Umwelt­ver­band alle Ver­ant­wort­li­chen von Poli­tik und Ver­wal­tung an die Fol­gen des spon­ta­nen Pfei­ler­bruchs im Sep­tem­ber 1996. Damals brach auf einer Flä­che von 2,5 Qua­drat­ki­lo­me­tern das gesam­te Ost­feld des ehe­ma­li­gen Schach­tes domi­noar­tig ein und ver­ur­sach­te in Sekun­den eine schlag­ar­ti­ge Deck­ge­birgs­ab­sen­kung um einen hal­ben Meter.

Um ihren For­de­run­gen Nach­druck zu ver­lei­hen haben die Umwelt­schüt­zer des AHA eine inten­si­ve Zusam­men­ar­beit mit der Teut­schentha­ler Bür­ger­initia­ti­ve Gegen eine Gift­müll- und Depo­nie­re­gi­on Hal­le-Saa­le­kreis e.V. vereinbart.


EXKURSION nach Teut­schen­thal - Mitt­woch, 06.05.2026 | 17.00 Uhr

Gemein­sa­me Früh­jah­res­rund­wan­de­rung mit der Bür­ger­initia­ti­ve Gegen eine Gift­müll- und Depo­nie­re­gi­on Hal­le-Saa­le­kreis e.V. in Teut­schen­thal mit fol­gen­der Route: 

Eisen­bahn­hal­te­punkt Teut­schen­thal Ost ► Wür­de­bach ► Stein­kis­ten­grab in Köchs­tedt► Kies­sand­ab­bau im Abbau­feld Köchs­tedt ► Que­rung des Wür­de­ba­ches ► Eisen­bahn­hal­te­punkt Teut­schen­thal Ost

Treff- und End­punkt: Eisen­bahn­hal­te­punkt Teut­schen­thal Ost
Dau­er: ca. 3 Stunden

 

Kommentar verfassen