Die entwidmete barocke Hoppenhaupt-Kirche im Dörfchen Beuna dient heute als lokales Kultur- und Veranstaltungszentrum. Dort trifft sich auch die Autorengruppe „Leseturm“, die gerade ein neues Buch herausgebracht hat.
Unter dem Titel „Gruselgeschichten aus dem Leseturm“ haben sich 40 Autoren, Fotografen, Maler, Grafiker und Karikaturisten an der aktuellen Anthologie beteiligt. Die 360 Seiten vereinen Geschichten und Gedichte, Fotos, Bilder, Karikaturen und Scherenschnitte zu allem, was uns erschaudern lässt:
Ein lang andauernder Stromausfall beim Biobauern, Hochwasser in der Kleinstadt, Künstliche Intelligenz im Machtrausch, nach einer Buchlesung entführen Aliens einen Spötter, Strecken-Stilllegung bei der Bahn, ein echtes Gespenst verirrt sich auf einen Schulfasching, Unbefugte dringen in einen Bahnhof ein, der bereits 1913 zugemauert wurde, es spukt im Radebeuler Karl-May-Museum.
Ein lautloses Ungeheuer namens Katze schleppt manchmal übel entstellte Kadaver ins Haus. Der Hausgeist eines alten Drei-Seiten-Hofs leidet unter dem Umbau des Hauses.
Adelige Ehebrecher im Mittelalter, eine Kindheit im Sudetenland. Satanische Rituale im frühneuzeitlichen Kloster sind keine gute Idee, wenn die Landwirte der Umgebung gerade in Bauernkriegsstimmung sind. Ein Gassi-Gang mit Nachbars Hund endet mit der Zwangsrekrutierung des Hilfsbereiten zum Kriegsdienst.
Impressionen aus E. T. A. Hoffmanns Leben, die Nebelerbin entdeckt das Hexen-Erbe ihrer Ahnin in sich. "Nun bau schon auf!" fordern die Kriegs-Heimkehrer von der Trümmerfrau. Eine faltige Mutter Erde stimmt Klagelieder an. Der Fischer und seine Fru leben im Plattenbau, sammeln Flaschen und nehmen Konsumenten-Kredite auf.
Die Aufzählung muss unvollständig bleiben. Aus den beeindruckend vielfältigen Beiträgen ist ein ganz eigenes, gruseliges Buch entstanden, das seinen Verkaufspreis von 23,- € allemal wert ist. Erhältlich bei
https://www.leseturm.net/








