Ein Baum­schüt­zer wird ein­ge­schüch­tert

Als Johann Gott­fried Seu­me im Früh­jahr 1804 von einer Rei­se ins Rie­sen­ge­bir­ge zurück­kam, bemerk­te er mit Ent­set­zen, dass auf Anord­nung des Magis­trats im Rosen­thal vie­le herr­li­che alte Bäu­me gefällt wur­den, um Platz für Ent­wäs­se­rungs­grä­ben zu schaf­fen. Im Zorn über die­sen Fre­vel ver­fass­te er am 12. Mai als Aus­druck sei­nes Pro­tes­tes eine Ele­gie mit dem Titel ... wei­ter­le­sen

Posi­tio­nen und The­sen des NABU Hal­le -Saal­kreis zu Schutz und Pfle­ge des Stadt­wal­des zu Hal­le (Saa­le)

der hallesche Stadtwald

In den letz­ten Wochen und Mona­ten gab und gibt es in den Medi­en immer wie­der­keh­ren­de Dis­kus­sio­nen über den Umgang mit den städ­ti­schen Wald­flä­chen, wobei ein beson­de­rer Fokus auf der Dölau­er Hei­de liegt.  Der NABU stellt dabei eine deut­li­che Unaus­ge­wo­gen­heit der Dar­stel­lung fest. Grund­sätz­lich besitzt Wald drei wald­ge­setz­lich (§1BWaldG) ver­brief­te Funk­tio­nen: eine Schutz-, Nutz-und Erho­lungs­funk­ti­on. In ... wei­ter­le­sen

Com­mons: Ist das Ende des Kapi­ta­lis­mus in Sicht?

Silke Helfrich bei ihrer Buchvorstellung am 15. Mai in Halle

Am 15. Mai war Sil­ke Helfrich auf Ein­la­dung der Hein­­rich-Böll-Stif­­tung im Lite­ra­tur­haus in der Bern­bur­ger Stra­ße zu Gast, um das gemein­sam mit David Bol­lier geschrie­be­ne  Buch „Frei, fair und leben­dig – Die Macht der Com­mons“ vor­zu­stel­len. Der Saal des Lite­ra­tur­hau­ses war längst voll und es kamen immer noch Zuhörer/innen. Das The­ma Com­mons hat Zug­kraft. Es ... wei­ter­le­sen

Zeit­zeu­gin des Unvor­stell­ba­ren - Bewe­gen­der Abend im Lite­ra­tur­haus

Der 9. Mai 1945 brach­te für die Über­le­ben­den des KZ The­re­si­en­stadt die Befrei­ung. Aus die­sem his­to­ri­schen Anlass las der His­to­ri­ker und Publi­zist Wer­ner Imhof zu die­sem Datum im Lite­ra­tur­haus Hal­le aus sei­nem Buch­por­trait über Lisa Miko­vá – eine der ehe­ma­li­gen Inhaf­tier­ten des Lagers. Der Titel des Buches bezieht sich auf eine Anek­do­te, die der Autor ... wei­ter­le­sen

Ana­ly­se und Kri­tik einer mora­li­sie­ren­den Kom­mu­ni­ka­ti­on

Bernd Ste­ge­mann war schon vor sei­ner Zeit in der Samm­lungs­be­we­gung „Auf­ste­hen“ im sozi­al­po­li­ti­schen Flü­gel der Lin­ken aktiv und hat­te dabei sei­ne Pro­ble­me mit der poli­ti­schen Kom­mu­ni­ka­ti­on im lin­ken Milieu. Zu eng waren die Kor­ri­do­re des Sag­ba­ren, zu schnell der erho­be­ne Zei­ge­fin­ger der Mora­li­sie­rer, zu ver­brei­tet die Bereit­schaft, als Juni­or­part­ner neo­li­be­ra­ler Poli­tik zu agie­ren. Aber Ste­ge­mann ... wei­ter­le­sen

Straf­tat­be­stand Tou­ris­mus? Aus­we­ge aus einem Dilem­ma

Gäbe es ein Umwelt- und Sozi­al­straf­recht, dass nach den glo­ba­len Fol­gen unse­rer Gewohn­hei­ten frag­te und  die schä­di­gen­den Kon­se­quen­zen für Umwelt und Gesell­schaft ahn­de­te, Flug-, Auto- und Kreuz­fahrt­tou­ris­mus  fän­den sich dar­in als Straf­tat­be­stän­de wie­der. Das Buch FAIR­rei­sen von Frank Herr­man zeigt nicht nur die Kar­di­nal­sün­der, son­dern auch Aus­we­ge aus dem Tou­­ris­­mus-Dile­m­­ma auf. Daher ist es eine ... wei­ter­le­sen

Im frei­en Fall

Die Grä­ben der deut­schen Demo-Gegen­­­de­­mo-Gegen­­wart ver­lau­fen unter ande­rem auch zwi­schen ant­ago­nis­ti­schen Turn­schuh­klas­sen. Wäh­rend der »pre­kä­re Mob« von rechts nur abge­tre­te­ne Model­le und Bil­lig­ko­pi­en trägt, leuch­tet an den Füßen des Gegen­pro­tes­tes durch­aus auch mal eine »Limi­ted Edi­ti­on« für 170 Euro auf. So jeden­falls beob­ach­tet und bewer­tet es ein Puber­tie­ren­der, der mit sei­ner links­li­be­ra­len Fami­lie im Clinch ... wei­ter­le­sen

Crossing the Book - Zwei Begeg­nun­gen

Die Bookcrossing-Szene ist regional und international vernetztu

Zwei Begeg­nun­gen auf dem Markt - an der alteng­li­schen Tele­fon­zel­le in rot. Die­se ist mehr als ein nost­al­gi­sches Schmuck­stück, denn sie ist voll mit Büchern zum Mit­neh­men oder Tau­schen. Jean kommt oft hier­her, wie auch zu den ande­ren Bücher­tausch­plät­zen in Hal­le. Als „Book­crosse­rin“ gehört das Tei­len von Lite­ra­tur zu ihrem All­tag. „Ich habe schon immer ... wei­ter­le­sen

Ave­ni­das y flo­res – Hal­les Lite­ra­tur­haus eröff­ne­te mit einem groß­ar­ti­gen Lese­ma­ra­thon

Das Eröff­nungs­fes­ti­val des Lite­ra­tur­hau­ses Hal­le am ers­ten März­wo­chen­en­de war ein Glanz­licht im Kul­tur­le­ben die­ser Stadt. Das umfang­rei­che, viel­schich­ti­ge und hoch­klas­si­ge Pro­gramm wur­de von einem in Scha­ren erschei­nen­den Publi­kum dank­bar ange­nom­men – zur Freu­de der Initia­to­ren und der anwe­sen­den Autorin­nen und Autoren. Schon der offi­zi­el­le Fest­akt am Frei­tag abend bot Über­ra­schen­des. Da ver­fiel der Hal­le­sche OB ... wei­ter­le­sen

Ein Fla­neur und Zeit­zeu­ge: Joa­chim Walt­hers gesam­mel­te Publi­zis­tik „Das Blö­ken der Wöl­fe“

Joachim Walther: Das Blöken der Wölfe

Joa­chim Walt­her (*1943 in Chem­nitz) stu­dier­te an der Ber­li­ner Hum­boldt-Uni­­ver­­­si­­tät Lite­ra­tur­wis­sen­schaft und Kunst­ge­schich­te, arbei­te­te als Lek­tor und Her­aus­ge­ber im Buch­ver­lag Der Mor­gen, war Redak­teur der Zeit­schrift für jun­ge Lite­ra­tur „Tem­pe­ra­men­te“ und ist seit 1983 frei­er Schrift­stel­ler, Autor von Erzäh­lun­gen, Roma­nen und Hör­spie­len. Das klingt wie eine wenig spek­ta­ku­lä­re Erfolgs­ge­schich­te. Aber Walt­her leb­te und arbei­te­te bis ... wei­ter­le­sen

Unter den Stei­nen Mit­tel­deutsch­lands

Der Spät­auf­klä­rer Johann Gott­fried Seu­me hat über 200 Jah­re unter einem Stein in Ita­li­en geschlum­mert. Jetzt ist er dar­un­ter her­vor gekro­chen und hat sich auf die Wan­der­schaft zu sei­nem Sehn­suchts­ort Grim­ma an der Mul­de gemacht. So ist wenigs­tens die Aus­gangs­la­ge des Romans "Der lan­ge Schlum­mer" von Jan Decker, der vor eini­gen Wochen in dem Schwei­zer ... wei­ter­le­sen

Ost­deut­sches Klas­sen­tref­fen im Tier­gar­ten - Buch­pre­mie­re mit Bartsch/Götze im Haus der Aka­de­mie der Küns­te Ber­lin

„ein­mal fährt auf einem damp­fer klaus schle­sin­ger, eine ver­an­stal­tung des west­ber­li­ner schrift­stel­ler­ver­ban­des, klaus schle­sin­ger steht an einer reling und wird gefragt, unver­mit­telt: bereu­en sies? und klaus schle­sin­ger sieht hin, war­tet eine sekun­de und sagt: das, das konn­te ich ja nicht wis­sen.“ (Ronald M. Scher­nikau: Die Tage in L.) Buch­pre­mie­re am 8. Juni im Haus der ... wei­ter­le­sen