Ein Fla­neur und Zeit­zeu­ge: Joa­chim Walt­hers gesam­mel­te Publi­zis­tik „Das Blö­ken der Wöl­fe“

Joachim Walther: Das Blöken der Wölfe

Joa­chim Walt­her (*1943 in Chem­nitz) stu­dier­te an der Ber­li­ner Hum­boldt-Uni­­ver­­­si­­tät Lite­ra­tur­wis­sen­schaft und Kunst­ge­schich­te, arbei­te­te als Lek­tor und Her­aus­ge­ber im Buch­ver­lag Der Mor­gen, war Redak­teur der Zeit­schrift für jun­ge Lite­ra­tur „Tem­pe­ra­men­te“ und ist seit 1983 frei­er Schrift­stel­ler, Autor von Erzäh­lun­gen, Roma­nen und Hör­spie­len. Das klingt wie eine wenig spek­ta­ku­lä­re Erfolgs­ge­schich­te. Aber Walt­her leb­te und arbei­te­te bis ... wei­ter­le­sen

Nach Süden nach Süden... Aus dem Leben einer See­manns­frau in der DDR

Die MS Nienburg 1977 im Hafen von Cardenas ( Kuba )

Es war Anfang Janu­ar 1977 als ich - eine unbe­deu­ten­de DDR-Bür­ge­­rin - eine Urlaubs­rei­se über den Atlan­tik in west­li­che Gefil­de antre­ten durf­te. Von Kon­ti­nent zu Kon­ti­nent in Zei­ten des kal­ten Krie­ges - wie war das mög­lich?  Die Welt­po­li­tik inter­es­sier­te mich damals nur sekun­där. Ich war stol­ze DDR-Bür­ge­­rin und ein­fach glück­lich dar­über, mein Dasein auch mal ... wei­ter­le­sen

Der Lie­der­ma­cher Hol­ger Bie­ge‬ braucht Hil­fe

Holger Biege

Hol­ger Bie­ge gehör­te bis zu sei­nem Ver­blei­ben in West-Ber­­lin 1983 zu den bekann­tes­ten Musi­kern der DDR. Als Song­po­et mit cha­ris­ma­ti­scher und ein­dring­li­cher Stim­me schuf er nach­denk­li­che und lei­den­schaft­li­che Stü­cke, die sich sti­lis­tisch zwi­schen Chan­con und Rock beweg­ten. Sein bekanns­tes­ter Song "Sag­te mal ein Dich­ter" hat heu­te gesamt­deut­schen Ever­­green-Sta­­tus. "Glau­be kei­nem, der nicht liebt dem die ... wei­ter­le­sen

Hal­le-Neu­stadt ohne Sozia­lis­mus – wie wei­ter?

Unver­meid­lich pras­seln die Fünf­und­zwan­zig­jah­res­ju­bi­lä­ums­fei­er­lich­kei­ten aus dem Radio und Fern­se­her auf den geneig­ten Zuschau­er und die Zuschaue­rin. „Anti­kom­mu­nis­mus ist ja immer ein biss­chen lang­wei­lig”, schrieb Ronald Scher­nikau vor eben­so lan­ger Zeit (R. M. Scher­nikau: Die Tage in L.: Dar­über, dass die DDR und die BRD sich nie­mals ver­stän­di­gen kön­nen geschwei­ge mit­tels ihrer Lite­ra­tur. Kon­kret Lite­ra­tur Ver­lag ... wei­ter­le­sen

Lang­sam reicht‘s mir!/ Im Licht der Dik­ta­tur

Sehr schön zu sehen sind die Aus­stel­lun­gen „Hier. Ges­tern. Hal­le“; „Hal­le. Vom Leben und Ver­fall in der DDR“ und immer wie­der die „Diva in Grau“. „Sehr schön zu sehen“ steht in der Pres­se und dass es ein Magnet für alle Besu­chen­den sei. Mehr­heit­lich stöh­nend oder zumin­dest tief durch­at­mend kom­men Leu­te aus der Aus­stel­lung und sagen. ... wei­ter­le­sen