Wild­kätz­chen nicht anfas­sen!

Alle Jah­re wie­der die schö­ne Gele­gen­heit, Kat­zen­bil­der zu pos­ten: Der BUND Sach­sen-Anhalt for­dert Spa­zier­gän­ger und Wan­de­rer auf, jun­ge Wild­kat­zen nicht anzu­fas­sen oder gar mit­zu­neh­men, auch wenn sie schein­bar allein und schein­bar mut­ter­los ange­trof­fen wer­den. Die Wild­kat­ze ist das Tier des Jah­res 2018.

„Immer wie­der lesen besorg­te Tier­freun­din­nen und -freun­de in die­ser Jah­res­zeit jun­ge Wild­kätz­chen auf, brin­gen sie zu Tier­ärz­ten oder Schutz­sta­tio­nen oder behal­ten sie ein­fach zu Hau­se. Davon raten wir drin­gend ab. Das Mut­ter­tier ist in der Regel nicht weit weg, gera­de kurz auf Mäu­se­jagd oder ver­steckt sich in unmit­tel­ba­rer Nähe“, erläu­tert Nico­le Her­mes, Wild­tier­ex­per­tin und Pro­jekt­ko­or­di­na­to­rin des BUND-Regio­nal­ver­bands Hal­le-Saa­le­kreis.

Zudem sei das Immun­sys­tem der Wild­kat­ze und ins­be­son­de­re der Jung­tie­re nicht gegen Infek­tio­nen mit Haus­kat­zen­krank­hei­ten gewapp­net. Her­mes rät: „Die Jung­tie­re soll­ten wenn über­haupt nur kurz aus grö­ße­rer Ent­fer­nung beob­ach­tet wer­den. Die Hal­tung der streng geschütz­ten Wild­kat­zen in Pri­vat­haus­hal­ten ist dar­über hin­aus ver­bo­ten. Die Tie­re lan­den dann bes­ten­falls in Schutz­sta­tio­nen. Aus­wil­de­run­gen - wie­der zurück in die freie Natur - klap­pen lei­der nicht immer."

BUND Ret­tungs­netz Wild­kat­ze

Wild­kat­zen im Wald las­sen!

Foto: Tho­mas Ste­phan / Bund

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