Ret­tet das Ret­ten! Peti­ti­on zum Erhalt des Food­s­haring-Fair­tei­lers gestar­tet

Der belieb­te Fair­tei­ler für geret­te­te und geteil­te Lebens­mit­tel am Stu­Ra der Uni Hal­le steht vor dem Aus. Die Lei­tung der Mar­tin-Luther-Uni­ver­si­tät hat die Foodsharing-Aktivist*innen auf­ge­for­dert, ihn bis Ende März abzu­bau­en und hat jeden Alter­na­tiv­stand­ort auf dem Uni-Gelän­de ablehnt.

Tau­sen­de ret­ten und tei­len Lebens­mit­tel in Hal­le

Seit über drei Jah­ren gibt es nun schon eine Food­s­haring-Grup­pe in Hal­le. Food­s­haring steht für das Wei­ter­ge­ben von Lebens­mit­teln, wel­che man sel­ber nicht mehr schafft, aller­dings zu scha­de zum Weg­wer­fen sind. In Hal­le gibt es  bereits eine beacht­lich gro­ße Com­mu­ni­ty: über 4.400 Mit­glie­der hat die hal­le­sche Face­book-Grup­pe, auf dem es tag­täg­lich zum regen Lebens­mit­tel­aus­tausch kommt. Egal, ob Kaf­fee, Brot oder Obst: jedes Lebens­mit­tel, was noch nicht ver­dor­ben ist, kann wei­ter­ge­ge­ben wer­den.

Food­s­haring geht aber auch über das pri­va­te Wei­ter­ge­ben von Lebens­mit­teln hin­aus. In Hal­le gibt es etwa 25 akti­ve Food­s­aver (Lebens­mit­tel­ret­ter), die regel­mä­ßig Lebens­mit­tel von koope­rie­ren­den Betrie­ben abho­len. Der Fair­tei­ler spielt für uns Food­s­aver eine wich­ti­ge Rol­le: alle Lebens­mit­tel, die nicht gekühlt wer­den müs­sen, kön­nen zum Fair­tei­ler gebracht wer­den. Jeder kann zum Fair­tei­ler kom­men und Lebens­mit­tel ent­neh­men, aber auch hin­brin­gen.

Best genutz­ter und gepfleg­ter Stand­ort soll geschlos­sen wer­den

Ein klei­ner Fair­tei­ler befin­det sich am Peißnitz­haus, ist abber sel­ten wirk­lich gefüllt, was ver­mut­lich mit der dezen­tra­len Lage zusam­men­hängt. Der bis­lang am meis­ten genutz­te und auch größ­te Fair­tei­ler  steht im Innen­hof des Stu­die­ren­den­ra­tes und Juri­di­cums der Mar­tin-Luther-Uni­ver­si­tät. Gera­de vie­le Stu­den­ten erfreu­en sich dar­an. Das ein­zi­ge ver­meint­li­che Argu­ment gegen den Stand­ort, dass die­ser angeb­lich zu einer höhe­ren Ver­schmut­zung füh­ren wür­de, kann der Stu­die­ren­den­rat als täg­li­cher Beob­ach­ter nicht bestä­ti­gen. Die Nah­rungs­mit­tel wer­den stän­dig abge­holt und der Fair­tei­ler wird regel­mä­ßig gepflegt. Lei­der konn­ten weder die­se Punk­te, noch die Ange­bo­te den Fair­tei­ler umzu­bau­en, irgend­ein Umden­ken erzeu­gen.

Peti­ti­on zum Erhalt

Die Food­s­haring-Grup­pe Hal­le hat nun eine Peti­ti­on ins Leben geru­fen, mit die Aktivist*innen auf­zei­gen möch­ten, dass vie­le Men­schen den Fair­tei­ler nut­zen und die­ser erhal­ten blei­ben soll­te. Außer­dem möch­ten sie noch mehr auf Food­s­haring auf­merk­sam machen, dass uns noch mehr Men­schen hel­fen, gegen Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung vor­zu­ge­hen.

Link zur Peti­ti­on: https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-solidarisches-teilen-an-der-mlu-fairteilerbleibt

 

 

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