Demonstration von Fridays for Future am 29.11.2019 - Kundgebung am Glauchaer Platz

"Koh­le­ver­län­ge­rungs­ge­setz nicht hin­nehm­bar" - Fri­days for Future ruft zu Demo auf

Am Frei­tag hat die "Groß­e­Koh­le­Ko­ali­ti­on" das Koh­le­aus­steigs­ge­setz ver­ab­schie­det. Die­ses hat sei­nen Namen nicht ver­dient, son­dern soll­te eher Koh­le­ver­län­ge­rungs­ge­setz hei­ßen. Denn ent­ge­gen der For­de­run­gen der Kli­ma­be­we­gung und der Wis­sen­schaft will die Bun­des­re­gie­rung erst 2038 aus der Koh­le aus­stei­gen und hat dies jetzt im Gesetz ver­an­kert. Das ist nicht hin­nehm­bar und ein Schlag ins Gesicht der Mil­lio­nen Men­schen, die seit Jah­ren auf die Stra­ße gehen und einen Aus­stieg aus der Koh­le for­dern.

Die­se Ver­ab­schie­dung zeigt uns, dass die Gro­Ko wei­ter­hin die Jugend igno­riert und die Kon­zern­in­ter­es­sen über die Zukunft stellt. Die­ses kata­stro­pha­le Gesetz macht es nahe­zu unmög­lich das Pari­ser Kli­ma­ab­kom­men ein­zu­hal­ten. Im Gesetz sind neben einem Abschalt­plan auch Ent­schä­di­gun­gen in Mil­li­ar­den­hö­hen für die kli­ma­schäd­li­chen Unter­neh­men, die Koh­le­kraft­wer­ke betrei­ben, vor­ge­se­hen. Ohne die staat­li­chen Anrei­ze wären eini­ge der Kraft­wer­ke bereits sehr viel frü­her vom Netz gegan­gen, da die­se alt und unwirt­schaft­lich sind. Durch das Koh­le­ge­setz wird zwang­haft an der Koh­le fest­ge­hal­ten.
Für uns ist das nicht trag­bar, des­halb wer­den wir wei­ter unge­müt­lich sein, um end­lich Maß­nah­men für eine öko­lo­gi­sche und gerech­te­re Zukunft umzu­set­zen.

Kli­ma­ge­rech­tig­keit ist für Fri­days for Future schon län­ger ein The­ma, jedoch spie­len sozia­le The­men immer nur eine Neben­rol­le, obwohl die Kli­ma­kri­se ein sozia­les Pro­blem ist. Aus die­sem Grund wer­den wir am 10.07. gemein­sam mit vie­len ande­ren enga­gier­ten Men­schen und Grup­pen aus Hal­le auf die Stra­ße gehen, um für sozia­le Gerech­tig­keit und glo­ba­le Kli­ma­ge­rech­tig­keit zu demons­trie­ren.

Die Kli­ma­kri­se ist in vie­len Aspek­ten eine sozia­le Kri­se, da sie unter­drück­te Men­schen mehr trifft, vor­han­de­ne Kri­sen ver­stärkt und Aus­beu­tun­gen und Ver­trei­bun­gen aus­wei­tet. Auch gesund­heit­li­che Fol­gen wer­den zu einer Kri­se füh­ren. Hin­zu kommt, dass vie­le Men­schen, obwohl sie wenig zur Kli­ma­er­wär­mung bei­tra­gen, stär­ker von der Kri­se betrof­fen sind und teil­wei­se jetzt schon oder in Zukunft ihre Hei­mat ver­las­sen müs­sen. In die­sem Jahr­hun­dert wird es hun­der­te Mil­lio­nen Kli­ma­flücht­lin­ge geben, wodurch eine star­ke sozia­le Kri­se fol­gen wird. Für kli­ma­schäd­li­che Indus­tri­en wer­den im glo­ba­len Süden Men­schen aus­ge­beu­tet und ver­trie­ben, um für euro­päi­sche Kon­zer­ne Pro­fi­te zu erzie­len. Das muss ein Ende haben. Men­schen­rech­te müs­sen end­lich über Pro­fi­te gestellt wer­den. Vie­le unter­schied­li­che Aspek­te spie­len in die­sem sehr brei­ten The­ma eine Rol­le und wer­den auf unse­rer Demo einen Raum fin­den. Die Kli­ma­kri­se ist eine sozia­le Kri­se - sozia­le Unge­rech­tig­kei­ten bekämp­fen. Kli­ma­ge­rech­tig­keit jetzt.

Dafür demons­trie­ren wir am 10.07. ab 14 Uhr auf dem Markt­platz. Anschlie­ßend wer­den wir über eine Rou­te durch die Innen­stadt zie­hen. Kommt ger­ne vor­bei und leis­tet euren Bei­trag für eine nach­hal­ti­ge­re Zukunft. Bit­te ach­tet auf Abstän­de und das tra­gen einer Mund-Nasen­schutz-Bede­ckung, denn die Pan­de­mie ist noch nicht vor­bei.

Fri­days for Future Hal­le

 








 

 

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