Umwelt­in­itia­ti­ven for­dern Erhalt der Bäu­me am Riveufer

Der Arbeits­kreis Hal­le­sche Auen­wäl­der und die Initia­ti­ve „Pro Baum“ haben Pro­test gegen den Abhol­zungs­be­schluss für das Riveufer for­mu­liert. Die Umwelt­schutz­in­itia­ti­ven for­dern den Erhalt der Bäu­me ent­lang der belieb­ten Saa­le­stra­ße im Stadt­be­zierk Gie­bichen­stein.

Rat­haus will zwei Drit­tel aller Bäu­me fäl­len

Von den 155 Bäu­men am Riveufer sol­len laut dem Stadt­rats­be­schluss 99 gefällt wer­den. Zur Begrün­dung sei­en nöti­ge Bau­sa­nie­rungs­maß­nah­men und eine feh­len­de Vita­li­tät Bäu­men auf­ge­führt wor­den.

bedroh­te Bäu­me am Ufer

Aus der Sicht der bei­den Umwelt­in­itia­ti­ven gäbe es Alter­na­ti­ven zur Fäl­lung.  So sehen bei­de Orga­ni­sa­tio­nen das drin­gen­de Erfor­der­nis die stark befes­tig­ten Stand­räu­me auf­zu­lo­ckern oder gar aus­zu­tau­schen, da u.a. die Ver­wen­dung von Auf­tau­sal­zen zu star­ken Boden­be­las­tun­gen geführt haben. Man­geln­de Durch­lüf­tung, schlech­te Zufuhr von Was­ser und Salz­be­las­tun­gen hät­ten unwei­ger­lich zur Schwä­chung des Baum­be­stan­des mit ent­spre­chen­den Infek­tio­nen geführt. Daher sei­en fach- und sach­ge­rech­te Schnitt­maß­nah­men erfor­der­lich, um den Bäu­men bei dem „Abstoß“ infi­zier­ter Kro­nen­tei­len zu hel­fen.

 

Natür­li­cher Stein­schlag­schutz ver­sus künst­li­cher

Im Bereich des zu sanie­ren­den Abwas­ser-Haupt­samm­lers könn­ten laut AHA und Pro Baum selek­ti­ve Rück­schnit­te von Wur­zel­be­rei­chen geprüft wer­den und den Haupt­samm­ler so zu gestal­ten und zu ertüch­ti­gen, dass ein Ein­drin­gen von Wur­zeln künf­tig aus­ge­schlos­sen wäre. Die geplan­te „Stein­schlag­si­che­rung“ ist aus Sicht der bei­den Orga­ni­sa­tio­nen voll­kom­men über­flüs­sig, denn gera­de der bestehen­de Gehölz­be­stand habe bis­her her­vor­ra­gend genau die­se „Stein­schlag­si­che­rung“ über­nom­men.

Feh­len­de Trans­pa­renz und Ver­stoß gegen Denk­mal­schutz

AHA und Pro Baum hal­ten es für drin­gend gebo­ten, die Pla­nun­gen voll­stän­dig neu zu star­ten und so zu gestal­ten, dass eine umfas­sen­de öffent­li­che Betei­li­gung statt­fin­det.

Das Rat­haus wer­de zudem auf­ge­for­dert sich an die eige­nen  Natur- und Denk­mal­schutz­auf­la­gen zu hal­ten. So stün­de das gesam­te Riveufer in sei­ner jet­zi­gen Gestalt gera­de in der Beschluss­vor­la­ge für das Denk­mal­schutz­ver­zeich­nis. Die gegen­wär­ti­ge Beschluss­vor­la­ge „Vari­an­ten­be­schluss Hoch­was­ser­fol­ge­maß­nah­men Riveufer“ wider­spre­che dem ein­deu­tig.

Poli­tik und Ver­wal­tung der Stadt Hal­le (Saa­le) wer­den daher von den Umwelt­schüt­zern auf­ge­for­dert, eine trans­pa­ren­te, fach­lich fun­dier­te Stadt­pla­nung im Bereich des Riveufers vor­zu­neh­men, wo der Schutz, der Erhalt und die Ver­bes­se­rung von Umwelt, Natur sowie Land­schafts- und Stadt­bild das Pri­mat haben.

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