Schirmherr Dr. Bernd Wiegand, festivaldirektor Knut Aufermann, Kurator Ralf Wendt und Immobilienmanager Robert Hammerl auf der Pressekonferenz zum festival radio revolten

In Reso­nanz mit der Welt – Inter­na­tio­na­les Radio­kunst­fes­ti­val im Okto­ber in Halle

Die Stadt Halle wird den gesam­ten Okto­ber über Aus­tra­gungs­ort eines inter­na­tio­na­len Kunst­fes­ti­vals mit dem Titel „Radio Revol­ten“ sein. Stadt, Fes­ti­val­lei­tung und ver­ant­wort­li­che Kura­to­ren luden am 7. Juni zur gemein­sa­men Pres­se­kon­fe­renz in die ehe­ma­lige Braue­rei Rat­haus­straße.

In die­sem und einem wei­te­ren leer­ste­hen­den Gebäude in unmit­tel­ba­rer Nach­bar­schaft zum Rat­haus wer­den im Herbst täg­lich Radio-Per­for­man­ces, Live-Hör­spiele, Kon­zerte und Instal­la­tio­nen zu erle­ben sein, die par­al­lel auf einer eige­nen UKW-Radio­fre­quenz und per Livestream in viele Radio­sta­tio­nen welt­weit über­tra­gen wer­den.

Innen­stadt wird zum Kunst-Ort

Wei­tere Fes­ti­va­lorte sind die Kon­zert­halle Ulrichs­kir­che, die Moritz­burg, der Bota­ni­sche Gar­ten sowie der Rote Turm auf dem Markt­platz. Zum Begleit­pro­gramm gehört neben einer medi­en­his­to­ri­schen Aus­stel­lung im Stadt­mu­seum auch ein beglei­ten­der wis­sen­schaft­li­cher Kon­gress, der in Zusam­men­ar­beit mit der Mar­tin-Luther-Uni­ver­si­tät, der BAU­HAUS-Uni­ver­si­tät Wei­mar sowie der Uni­ver­si­tät Basel orga­ni­siert wird.

Der Fes­ti­val-Schirm­herr, Ober­bür­ger­meis­ter Bernd Wie­gand, prä­sen­tierte als Auf­takt nicht ohne Stolz beein­dru­ckende Zah­len: rund 70 inter­na­tio­nale Künst­ler, 50 Wis­sen­schaft­ler und mehr als 200 Medi­en­ak­teure wer­den die Mög­lich­kei­ten des Rund­funks als künst­le­ri­sches Medium the­ma­ti­sie­ren. Durch die Part­ner­schaft mit mehr als 30 Radio­sta­tio­nen von Ber­lin, Wien, Lon­don, Mel­bourne bis New York könne das Fes­ti­val eine poten­zi­elle Hörer­schaft von 200 Mil­lio­nen Men­schen errei­chen, so Wie­gand. Ermög­licht werde die­ses ein­ma­lige Ereig­nis durch öffent­li­che För­der­mit­tel von ins­ge­samt 420.000 Euro, unter ande­rem der Bun­des­kul­tur­stif­tung.

Radio ist öffent­li­cher Raum

Obwohl sie ihm von den Pres­se­ver­tre­tern noch gar nicht gestellt wurde, beant­wor­tete im Anschluss der künst­le­ri­sche Fes­ti­val­di­rek­tor Knut Auf­er­mann vor­sorg­lich die Frage, was genau sich hin­ter dem Begriff „Radio­kunst“ ver­birgt. Gemeint seien For­men der künst­le­ri­schen Aus­ein­an­der­set­zung mit und durch das Medium Radio wie zum Bei­spiel Hör­spiel, Klang­kunst, Inter­ven­tio­nen oder Per­for­man­ces bis hin zu Fre­quen­zen oder gan­zen Radio­sta­tio­nen, die durch Künst­ler betrie­ben wer­den. Bes­tes Bei­spiel für solch ein Kunst- oder Künst­ler­ra­dio ist resonance.FM aus Lon­don, das am 1. Okto­ber mit einem Kon­zert des „Reso­nance Radio Orches­tra“ in der Ulrichs­kir­che das Fes­ti­val eröff­nen wird. Die tem­po­räre UKW-Fre­quenz 99.3 MhZ werde die Radio­kunst in Häu­ser, Autos und Büros tra­gen, so Auf­er­mann, der als Radio­künst­ler gemein­sam mit sei­ner Kura­tor-Kol­le­gin Sarah Washing­ton bereits an der docu­menta und der Bien­nale von São Paulo teil­nahm. Beide Künst­ler, die welt­weit Radio­kunst­pro­jekte durch­füh­ren, loben die ein­zig­ar­ti­gen Mög­lich­kei­ten, die Halle als Ort für das Vor­ha­ben biete. Neben Auf­er­mann und Washing­ton (GB) zeich­nen wei­ter­hin Anna Friz (Kanada), Eli­sa­beth Zim­mer­mann (Öster­reich) und Ralf Wendt (D) für das umfang­rei­che Pro­gramm ver­ant­wort­lich. Die Koor­di­na­tion und Orga­ni­sa­tion liegt in den Hän­den der Hal­le­schen Musi­ket­h­no­lo­gin Helen Hah­mann sowie bei Radio Corax.

www.radiorevolten.net

VIDEO: Kom­plette Pres­se­kon­fe­renz auf Youtube für Inter­es­sierte

Jörg Wun­der­lich

 

 

Kommentar verfassen

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.